Tragödie in Crans Montana: Verriegelter Notausgang kostet 41 Menschen das Leben
Verriegelter Notausgang: 41 Tote bei Bar-Brand in Crans Montana

Inferno in Crans Montana: Verriegelter Notausgang wird zur Todesfalle

Ein verheerender Brand in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana hat in der Silvesternacht zu einer unfassbaren Tragödie geführt. 41 Menschen verloren ihr Leben, während 115 weitere zum Teil schwerste Verletzungen erlitten. Ein Foto aus der ausgebrannten Bar verdeutlicht das Drama: Ein Türriegel, der die Servicetür für das Personal versperrte, wurde zum tödlichen Hindernis.

Der verhängnisvolle Riegel: Drei Tote vor der verschlossenen Tür

Die Aufnahme, die nach dem Feuer entstand, zeigt einen verbogenen Metallriegel an einer nur spaltbreit geöffneten Tür. Vor dieser Tür wurden drei Leichen gefunden. Laut einem Brand-Experten, den der Schweizer Blick zitiert, hätte ein einfaches Zurückschieben des Riegels den Fluchtweg freigegeben. Stattdessen wurde offenbar versucht, die Tür mit Gewalt zu öffnen, was den Riegel vollständig verbog und unbrauchbar machte. Die Tür hätte die Menschen direkt ins Freie geführt, doch niemand kam dort heraus.

Infernalische Bedingungen: Feuer mit 300 Grad Celsius

Die Situation in der Bar nach dem Ausbruch des Brandes war katastrophal. Die Schaumstoffdecke brannte lichterloh, das Feuer erreichte Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius, und brennendes Plastik tropfte auf die verzweifelten Gäste. In diesem Chaos stellte sich die Frage: Warum hat niemand den Riegel gelöst? Der Experte präsentiert drei mögliche Theorien.

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Drei Theorien zur verpassten Rettung

  • Theorie 1: Die Menschen vor der Tür wussten nicht von dem Riegel, der sich einfach zurückschieben lässt. In ihrer Verzweiflung drückten sie gegen die Tür, bis der Riegel sich verbog.
  • Theorie 2: Im dichten Rauch und bei den lodernden Flammen fanden die Opfer den Riegel nicht, der in der gleichen Farbe wie die Tür lackiert war und schwer zu erkennen ist.
  • Theorie 3: In Panik und Angst drängte eine Menschenmasse gegen die Tür, was den Riegel verbog und den Fluchtweg endgültig versperrte. Dies gilt als das tragischste Szenario.

Weitere Hindernisse: Barhocker und verengte Treppe

Ein anderer Notausgang war durch einen Barhocker blockiert, auch hier gab es kein Entkommen, und drei weitere Todesopfer wurden gefunden. So blieb den Gästen nur ein Fluchtweg: die Treppe. Doch diese war vom Barbetreiber Jacques Moretti bei Umbauarbeiten im Jahr 2015 halbiert worden. In dem engen Durchgang quetschten sich die Menschen, während der schmale Ausgang zu einem Kamin wurde, in dem die 300 Grad heiße Luft aufstieg. An dieser Treppe starben die meisten Opfer.

Diese Katastrophe wirft ernste Fragen nach Sicherheitsstandards und baulichen Mängeln auf, die in Zukunft verhindert werden müssen.

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