Betrug mit Welpen: Prozessauftakt in Halle gegen sechs Angeklagte
Welpenbetrug: Prozess in Halle gestartet

Am Dienstag, dem 4. Mai, begann am Landgericht Halle ein umfangreicher Strafprozess gegen sechs Angeklagte aus dem Burgenlandkreis und dem Saalekreis. Ihnen wird gewerbsmäßiger Betrug mit Hundewelpen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, Käufer über die Rasse und Herkunft der Tiere getäuscht zu haben.

Hintergrund des Verfahrens

Der Prozess umfasst 61 geladene Zeugen und zunächst acht angesetzte Verhandlungstage. Die Taten sollen in Eckartsberga und anderen Orten stattgefunden haben. Die Angeklagten sollen die Welpen als reinrassig und aus bestimmten Zuchtlinien stammend ausgegeben haben, obwohl dies nicht der Wahrheit entsprach.

Emotionale Zeugenaussage

Bereits am ersten Verhandlungstag kam es zu einer emotionalen Zeugenaussage. Eine Käuferin berichtete unter Tränen, wie sie einen Welpen erworben hatte, der später schwer erkrankte. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Täuschung nicht nur finanziellen Schaden verursachte, sondern auch Tierleid zur Folge hatte.

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Vorwürfe im Detail

Die Angeklagten sollen die Welpen über Online-Plattformen angeboten haben. Sie hätten dabei falsche Angaben zu Rasse, Herkunft und Gesundheitszustand gemacht. Die Käufer zahlten teils hohe Summen, die im vierstelligen Bereich lagen. Die Staatsanwaltschaft spricht von gewerbsmäßigem Betrug in mehreren Fällen.

Rechtliche Einordnung

Gewerbsmäßiger Betrug nach § 263 StGB kann mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Bei besonders schweren Fällen, etwa wenn die Taten als Bandenbetrug gewertet werden, drohen höhere Strafen. Die Verteidigung kündigte an, die Vorwürfe zu prüfen und gegebenenfalls zu bestreiten.

Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Weitere Zeugen sollen gehört werden, darunter auch Sachverständige für Tierzucht und Genetik. Das Urteil wird für Juni erwartet.

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