Sicherheit an Bahnhöfen in Sachsen-Anhalt: Straftaten gehen nach Höchststand deutlich zurück
Die Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt verzeichnen eine positive Entwicklung in puncto Sicherheit. Nach einem besorgniserregenden Höchststand im Jahr 2023 ist die Zahl der dort registrierten Straftaten im vergangenen Jahr erheblich gesunken. Dies geht aus einer aktuellen parlamentarischen Anfrage hervor, die Einblicke in die Kriminalitätsstatistik gewährt.
Statistische Entwicklung der Straftaten
Laut der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Felix Zietmann wurden im Jahr 2025 an den Bahnhöfen des Bundeslandes rund 3.060 Straftaten erfasst. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, als knapp 5.250 Delikte registriert wurden – der höchste Wert in der betrachteten Periode.
Ein historischer Vergleich zeigt, dass die Zahlen für 2025 niedriger liegen als in den meisten Jahren des letzten Jahrzehnts. Zuletzt war im Jahr 2020 mit fast 2.480 Straftaten ein vergleichbar niedriger Wert erreicht worden. In den Jahren 2015 bis 2017 blieb die Marke von 2.000 Delikten sogar unterschritten, was auf eine langfristig volatile Entwicklung hindeutet.
Detailanalyse der Deliktsarten
Unter den im vergangenen Jahr erfassten Straftaten befanden sich 433 sogenannte Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Diese Kategorie umfasste:
- 21 Raubdelikte
- 283 Körperverletzungen
- 112 Bedrohungen
Darüber hinaus wurden knapp 600 Diebstähle sowie 120 Vermögens- und Fälschungsdelikte gemeldet. Die Statistik verzeichnete außerdem gut 720 Sachbeschädigungen, fast 200 Beleidigungen und 165 Rauschgiftdelikte. In einem besonders schwerwiegenden Fall handelte es sich um eine Straftat gegen das Leben, was die Bandbreite der Kriminalität an diesen Verkehrsknotenpunkten unterstreicht.
Profil der Tatverdächtigen
Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 1.357 Personen. Von diesen hatten 572 keine deutsche Staatsangehörigkeit, was einen Anteil von etwa 42 Prozent ausmacht. Diese Daten werfen Fragen zur Zusammensetzung der Tatverdächtigen und möglichen Hintergründen auf, die in der politischen Debatte weiter untersucht werden dürften.
Die Anfrage des AfD-Abgeordneten Zietmann, die die Entwicklung der Straftaten an Bahnhöfen für den Zeitraum 2015 bis 2025 abdeckt, hat somit eine detaillierte und aktuelle Datengrundlage geliefert. Sie zeigt sowohl Erfolge in der Kriminalitätsbekämpfung als auch anhaltende Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit.



