Das große Fressen in Australien: Bauern machtlos gegen XXL-Mäuseplage
Nachts wird die Farm zur Horror-Zone. Im Licht der Scheinwerfer wimmelt der Boden plötzlich vor Mäusen. Was wie eine Szene aus einem Horrorfilm klingt, ist für die australischen Landwirte traurige Realität. Eine beispiellose Mäuseplage breitet sich in den landwirtschaftlichen Regionen des Kontinents aus und bringt die Bauern an den Rand des Ruins.
Millionen Nager vernichten Ernten
Schätzungen zufolge haben sich die Mäuse in diesem Jahr explosionsartig vermehrt. Die Nager fressen nicht nur die reifen Getreidefelder kahl, sondern dringen auch in Lagerhallen und Scheunen ein. Ganze Ernten sind vernichtet, die Vorräte für die nächste Saison aufgefressen. Die Bauern stehen machtlos vor den Schäden, die in die Milliarden gehen.
Resistenz gegen Köder erschwert Bekämpfung
Ein besonders tückisches Problem: Die Mäuse haben Resistenzen gegen handelsübliche Köder entwickelt. Viele der eingesetzten Giftstoffe zeigen keine Wirkung mehr. Die Nager vermehren sich ungehindert weiter. Die Behörden versuchen, mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern, doch die Lage bleibt kritisch.
Existenzängste der Landwirte
Für viele Bauern geht es um die Existenz. Die Ernteausfälle sind existenzbedrohend. Hinzu kommt, dass die Mäuse auch Maschinen und Gebäude beschädigen. Die psychische Belastung ist enorm. Die Landwirte fordern von der Regierung schnelle Hilfe und neue Strategien zur Bekämpfung der Plage.
Ursachen der Plage
Experten sehen mehrere Gründe für die explosionsartige Vermehrung der Mäuse. Milde Winter und reichlich Nahrung durch gute Ernten in den Vorjahren haben ideale Bedingungen geschaffen. Auch der Klimawandel mit häufigeren Dürren und dann wieder starken Regenfällen begünstigt die Populationsexplosion der Nager.
Hoffnung auf natürliche Feinde
Die Bauern hoffen nun auf natürliche Feinde der Mäuse, wie Greifvögel oder Schlangen. Doch deren Bestände sind vielerorts durch die intensive Landwirtschaft zurückgegangen. Einige Landwirte versuchen, mit Hilfe von Eulenkästen die Vogelpopulation zu fördern. Doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Mäuseplage in Australien ist ein dramatisches Beispiel dafür, wie schnell ökologische Gleichgewichte kippen können. Die Bauern kämpfen gegen eine unsichtbare Armee, die ihre Existenz bedroht. Die Regierung ist gefordert, langfristige Lösungen zu entwickeln, um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.



