Zeuge im Mordfall Fabian (8) belastet Tatverdächtige schwer: „Ich wurde ausgenutzt“
Zeuge belastet im Mordfall Fabian (8) schwer

Zeuge im Mordfall Fabian (8) belastet Tatverdächtige schwer: „Ich wurde ausgenutzt“

Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat ein Zeuge gegenüber dem Nordkurier brisante Aussagen gemacht. Vor der Kamera berichtete der anonym bleibende Mann, dass die tatverdächtige Frau ihn bereits in der Nacht vor dem offiziellen Leichenfund zum Tümpel bei Klein Upahl in Mecklenburg-Vorpommern geführt habe. Dort lag die Leiche des Jungen, der am 14. Oktober nach tagelanger Suche tot aufgefunden worden war.

Details der nächtlichen Tatortbegehung

Der Zeuge schilderte detailliert, wie die Tatverdächtige ihn an den abgelegenen Ort führte. „Wir haben das Auto oben am Weg stehen lassen und sind hier runter zu den Tümpel gelaufen und sie hat mir genau gesagt, wo. Und ja, und dann, ich hatte ja eine Taschenlampe mit und dann hab ich das diesen Körper da gesehen“, erklärte er. Auf Nachfrage bestätigte er, dass ihm klar gewesen sei, es handele sich um einen leblosen Körper, jedoch nicht zu hundert Prozent, dass es Fabian sei. Die Tatverdächtige habe ihn jedoch aufgefordert, noch einmal mit der Taschenlampe zu leuchten, und anschließend behauptet, es sei definitiv Fabian.

Warum die Polizei nicht sofort gerufen wurde

Der Zeuge begründete, warum er und die Tatverdächtige in dieser Nacht nicht die Polizei alarmierten. „Erst mal dieser Gedanke, was erzählt man der Polizei? Was macht man hier mitten in der Nacht an sonem abgelegenen Ort und findet eine einen Leichnam? Nee, also wie will man das erklären?“, führte er aus. Sie hätten beschlossen, zunächst keine Polizei zu rufen und stattdessen am nächsten Morgen zu handeln. Der Zeuge vermutet, dass die Tatverdächtige seine Spuren am Tümpel platzieren wollte, weshalb sie mit seinem Auto dorthin gefahren sei. „Na, wenn man so alleine ist und sich das alles noch mal durch den Kopf gehen lässt, was hier so passiert ist mit, dann kommt man doch irgendwo zu dem Entschluss, dass man irgendwo ausgenutzt wurde, ne“, resümierte er.

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Hintergrund des Mordfalls

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat mittlerweile Mordanklage gegen die Tatverdächtige erhoben. Ihr wird vorgeworfen, Fabian am 10. Oktober aus seiner Wohnung gelockt, mit dem Auto zum Tatort gefahren und dort mit sechs Messerstichen getötet zu haben. Anschließend soll sie die Leiche des Jungen angezündet haben, um Spuren zu verwischen. Bis zu einem Gerichtsurteil gilt die Unschuldsvermutung gegen die Frau. Der Fall hat in der Region und darüber hinaus für große Betroffenheit gesorgt, und die Ermittlungen laufen weiter.

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