Der Zoll hat bei einer bundesweiten Kontrolle gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung insgesamt 243 Mitarbeiter von Kurier-, Express- und Paketdiensten in Mecklenburg-Vorpommern überprüft. Wie das Hauptzollamt Stralsund mitteilte, waren 96 Zollbeamte im Einsatz. Bei den Kontrollen stellten die Beamten 147 Verdachtsfälle fest, die nun weitere Untersuchungen erfordern.
Schwerpunkte der Kontrollen
Unter den Verdachtsfällen befanden sich 47 Fälle von mutmaßlichen Mindestlohnverstößen, 31 Verdachtsfälle auf Vorenthaltung von Sozialbeiträgen sowie 13 mögliche Verstöße gegen Vorschriften zur Beschäftigung von Ausländern. Den Angaben zufolge zeigte sich, dass Arbeitgeber Arbeitszeiten teilweise nicht vollständig vergüten und so den gesetzlichen Mindestlohn umgehen.
Umgehung des Mindestlohns
So zahlen sie laut Zoll beispielsweise keine Überstunden oder ignorieren Zeiten für das Beladen der Fahrzeuge sowie Fahrten zwischen Paketzentren und dem ersten Zustellort. Der Zoll beobachtete zudem den Einsatz von Subunternehmen, die offenbar Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten, veruntreuen oder Steuern hinterziehen.
Weitere Prüfungen angekündigt
An die Kontrollen schließen sich nun weitere Prüfungen an. Dabei will der Zoll die erhobenen Daten mit Lohn- und Geschäftsunterlagen der Unternehmen abgleichen. Auch die Deutsche Rentenversicherung und weitere Behörden werden in die Untersuchungen einbezogen.



