Zoll entdeckt tausende illegale Potenzmittel in Shampoo-Lieferung an Grenze
Zoll stoppt illegale Potenzmittel in Shampoo-Lieferung

Zollbeamte stoßen auf gefährliche Tarnung: Potenzmittel als Shampoo deklariert

In einem scheinbar harmlosen Lieferwagen aus der Türkei, der angeblich nur Shampoo und Kleidung transportierte, entdeckten Zollbeamte an der deutsch-österreichischen Grenze bei Suben tausende illegale Potenzmittel. Der Fahrer hatte seine Fracht beim Zollamt Suben als unverdächtige Ware angegeben, doch bei der Kontrolle wurden die Beamten misstrauisch.

Gemeinsame Kontrolle führt zu spektakulärem Fund

Gemeinsam mit Kollegen einer Kontrolleinheit aus Passau nahmen die Zöllner den Sprinter genauer unter die Lupe. Dabei stießen sie auf 150 Gläser des sogenannten Potenzhonigs „Epimedyumlu Macun“, 5.600 Beutel „Kamagra-Oral Jelly“ sowie zwölf Fläschchen „Sivi Propolis Balen Plus“. Alle diese Produkte enthielten den Wirkstoff Sildenafil, ohne dass dieser auf den Verpackungen angegeben war.

Ein Pressesprecher des Hauptzollamts Landshut warnte eindringlich: „Besonders problematisch ist, dass das enthaltene Sildenafil auf der Verpackung nicht deklariert war. Verbraucher können somit nicht erkennen, dass sie ein stark wirksames Arzneimittel einnehmen – was unter Umständen ernste Konsequenzen haben kann.“

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Gefährliche Wechselwirkungen möglich

Der nicht deklarierte Wirkstoff Sildenafil birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Vor allem in Verbindung mit bestimmten anderen Medikamenten bestehe das Risiko gefährlicher Wechselwirkungen, betonten die Behörden. Neben den Potenzmitteln entdeckte der Zoll bei der Durchsuchung auch nicht deklarierte Nahrungsergänzungsmittel.

Ermittlungen gegen 23-jährigen Fahrer eingeleitet

Der 23-jährige Fahrer gab an, von den verbotenen Produkten nichts gewusst zu haben. Dennoch leiteten die Behörden ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen arzneimittelrechtliche Vorschriften und wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Die Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt München.

Die beschlagnahmten Produkte wurden sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen. Die Zollbehörden raten Verbrauchern dringend, nur zugelassene Arzneimittel aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen und bei Verdacht auf gefälschte oder nicht deklarierte Wirkstoffe sofort einen Arzt zu konsultieren.

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