DNA-Test enthüllt: Zwillinge haben unterschiedliche Väter
Zwillinge mit unterschiedlichen Vätern entdeckt

Ein DNA-Test brachte für zwei Schwestern aus London eine überraschende Wahrheit ans Licht: Michelle und Lavinia Osbourne sind zwar Zwillinge, haben aber unterschiedliche Väter. Damit sind sie biologisch gesehen nur Halbschwestern. Der Fall gilt als der erste dokumentierte seiner Art in Großbritannien und wurde durch die BBC-Radiosendung „The Gift“ bekannt.

Zweifel an der Vaterschaft

Die 49-jährigen Frauen hatten schon lange Zweifel, ob der Mann, den ihre Mutter als Vater bezeichnete, tatsächlich ihr leiblicher Vater war. Fotos von ihm zeigten keine Ähnlichkeit. Ein DNA-Test sollte Klarheit bringen – mit einem unerwarteten Ergebnis: Die Eizellen der Mutter wurden von Spermien zweier verschiedener Männer befruchtet.

Medizinische Erklärung

Professor Allan Pacey von der Universität Manchester erklärte, dass eine Frau im selben Zyklus zwei Eizellen freisetzen und innerhalb von 12 bis 24 Stunden Geschlechtsverkehr mit zwei Männern haben muss, damit dies geschehen kann. Weltweit sind laut BBC nur etwa 20 weitere Fälle bekannt. Fachleute vermuten, dass viele Fälle unentdeckt bleiben, wenn kein Anlass besteht, die Vaterschaft anzuzweifeln.

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Schwierige Kindheit

Die Mutter wurde mit 19 Jahren schwanger, zog die Zwillinge aber nicht selbst auf. Die Mädchen wuchsen in verschiedenen Heimen auf. „Sie war das Einzige, was mir gehörte, das Einzige, worüber ich mir sicher war“, sagte Lavinia Osbourne der BBC. „Und dann war sie es doch nicht.“ Als die Mutter an Demenz erkrankte und keine Fragen mehr beantworten konnte, entschied sich Lavinia für den DNA-Test. Die Ergebnisse erhielt sie am 14. Februar 2022 – dem Todestag der Mutter.

Kontakt zu den Vätern

Die Frauen fanden auch ihre leiblichen Väter. Lavinia Osbourne hat regelmäßigen Kontakt zu ihrem Vater. Michelle Osbourne hingegen verzichtet auf Kontakt, da ihr leiblicher Vater Alkohol- und Drogenprobleme hat.

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