Trainer Niko Kovac von Borussia Dortmund hat die anhaltende Kritik an einer angeblich zu passiven und defensiven Spielweise seiner Mannschaft zurückgewiesen. „Die Statistik bestätigt das nicht“, sagte Kovac in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). „Im Schnitt erzielen wir mehr als zwei Treffer pro Partie, nur Bayern München und der VfB Stuttgart haben mehr Tore geschossen als wir.“
Entwicklungspotenzial beim BVB
Nach 15 Monaten beim BVB sieht der Kroate die spielerischen Möglichkeiten der Westfalen noch nicht ausgereizt. „Wir haben tolle Fußballer, eine tolle Qualität, wir spielen in dieser Saison nah am Maximum. Trotzdem merke ich in der täglichen Arbeit, dass wir noch weiteres Entwicklungspotenzial besitzen. Manchmal erfordern gewisse Dinge aber Zeit, die es heutzutage so gut wie gar nicht mehr gibt“, erklärte Kovac.
Kovac hält an seinem Credo fest
Ungeachtet des Drucks bleibt der 54-Jährige, der am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im drittletzten Saisonspiel der Schwarz-Gelben im Kampf um die Vizemeisterschaft bei Borussia Mönchengladbach antreten muss, seinem Prinzip treu: „Auf dem Fundament der Stabilität kannst Du Attraktivität aufbauen – umgekehrt verhält sich das eher schwieriger. Wir arbeiten, um erfolgreich zu sein. Durchs Reden hat noch niemand Titel gewonnen.“
Meisterschaftssehnsucht und wirtschaftliche Ziele
Die Sehnsucht von Verein und Fans in Dortmund nach der ersten Meisterschaft seit 2012 sieht Kovac nicht im Widerspruch zu den finanziellen Zielen. „Der BVB stand 2023 kurz vor der deutschen Meisterschaft und 2024 im Finale der Champions League. Natürlich ist die Teilnahme an der Champions League wirtschaftlich enorm wichtig, aber dieses Ziel schließt doch nicht weitere, darüber hinausgehende aus“, so Kovac. Er betont, dass die Mannschaft hart arbeite, um erfolgreich zu sein, und dass Stabilität die Grundlage für attraktiven Fußball bilde.



