Saisonstart im Friedländer Freibad: Neuer Chef gibt sich gelassen
Saisonstart im Friedländer Freibad: Neuer Chef gelassen

In Friedland wurde die neue Freibad-Saison eröffnet. Während im vergangenen Jahr noch 28 Minuten auf die ersten Gäste gewartet werden musste, ging es diesmal deutlich schneller: Bereits um 12.47 Uhr, also 13 Minuten vor der offiziellen Eröffnung, stand Axel Kummer vor den Toren des Friedländer Freibads. Er war damit der erste Gast der neuen Saison und erhielt von Freibad-Chef Robert Ulrich ein kleines Präsent.

Becken gereinigt und Liegewiese erweitert

In den vergangenen Wochen wurden laut Schwimmmeister Robert Ulrich die üblichen Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Dazu gehörten die Reinigung der Becken, die Inbetriebnahme der Technik und die Erweiterung der Liegewiese. Diese Arbeiten hätten etwa zwei Monate gedauert, begonnen wurde Mitte März.

Für Robert Ulrich ist es die zweite Saison im Friedländer Freibad, aber die erste als Chef. „Dieses Jahr liegt die Verantwortung bei mir. Das heißt: Wenn hier irgendwas schiefläuft, muss ich dafür geradestehen“, betont er. Sein erstes Jahr war von Feierlichkeiten geprägt, da die vergangene Saison das 50. Jubiläum des Bades markierte. Allerdings war der Sommer von vielen Regentagen bestimmt, sodass einige Events nicht so gut angenommen wurden wie erhofft.

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Große Aufregung verspüre er mit seiner neuen Rolle nicht, erklärt Ulrich. In der Vergangenheit habe er bereits Spaßbäder in Bayern und Baden-Württemberg geleitet. „Ich war in der Welt unterwegs, und dann hat es mich wieder in die Heimat gezogen“, sagt der gebürtige Ueckermünder.

Freibad ist wichtig für die gesamte Region

Bei gutem Badewetter kämen die Gäste nicht nur aus Friedland selbst, sondern auch aus vielen umliegenden Städten und Dörfern. Das liege auch daran, dass Friedland neben Pasewalk und Torgelow eine der wenigen Städte in der Umgebung mit einem Freibad sei. Das Schwimmbad habe „nicht nur eine Funktion für Friedland, sondern für die gesamte Umgebung“, betont Ulrich. Für dieses Jahr erhofft er sich rund 35.000 Besucher – ein guter Wert, wie er meint.

Die Stadtvertreter sehen das ähnlich. In einem kürzlich beschlossenen Entwicklungskonzept für das Freibad heißt es, das Bad „erfüllt eine zentrale soziale Funktion, bietet niedrigschwellige Freizeitmöglichkeiten für alle Altersgruppen und trägt wesentlich zur Lebensqualität in der Stadt und im regionalen Umfeld bei“. Ziel des Konzepts sei es, den Freibadbetrieb langfristig zu sichern, wirtschaftlich zu stabilisieren und schrittweise weiterzuentwickeln, ohne den Charakter einer öffentlichen, bezahlbaren Einrichtung zu verlieren. In Zukunft solle sich das Freibad „von einer reinen Badeanlage zu einem vielseitig nutzbaren Freizeit- und Begegnungsort entwickeln, der sowohl für die Bürger als auch für Besucher aus der Region attraktiv ist“. Das Konzept ist auf der Internetseite der Stadt Friedland einsehbar.

Saison läuft bis Mitte September

Bis Mitte September kann nun im Freibad geschwommen werden. An Wochentagen öffnet das Bad jeweils um 13 Uhr, am Wochenende können Gäste ab 10 Uhr in der Woldegker Chaussee 16 vorbeischauen. Auf der Internetseite der Stadt gibt es zudem Informationen über Kurse für „mutige Anfänger oder echte Schwimmfans“.

Neben dem regulären Betrieb sind auch wieder Veranstaltungen geplant. So findet beispielsweise am 27. Juni ein Drachenbootspektakel statt, bei dem verschiedene Teams gegeneinander antreten.

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