Bares für Rares: Familienerbstück bringt unerwarteten Erlös für Familienprojekt
Die Sendung Bares für Rares im ZDF bleibt eine feste Größe im deutschen Fernsehprogramm. Unter der bewährten Moderation von Horst Lichter werden regelmäßig außergewöhnliche Sammlerstücke und ihre Geschichten präsentiert. In der Ausgabe vom 13. Februar 2026 stand ein besonders bewegendes Familienerbstück im Mittelpunkt, das deutlich mehr einbrarachte als erwartet.
Ein Gemälde mit persönlicher Geschichte
Das Berliner Paar Fienchen und Nik brachte ein Ölgemälde mit dem Titel Blick vom Wallberg auf den Tegernsee in die Sendung. Das Werk des renommierten Malers Otto Pippel war ein Geschenk zum 18. Geburtstag und hatte jahrelang die Wand ihres Altbaus geziert. Aufgrund eines geänderten Wohnstils, der nun skandinavisch geprägt ist, passte das Bild nicht mehr in ihr Konzept.
Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz erkannte sofort die Handschrift des Künstlers, der seit 1909 in Planegg lebte und in den 1930er Jahren zahlreiche stimmungsvolle Landschaften schuf. Trotz kleiner Pflegeversäumnisse befand sich das Gemälde in gutem Zustand. Die fachmännische Einschätzung lag zwischen 1.200 und 1.500 Euro, mit Potenzial nach oben.
Bescheidener Wunschpreis mit emotionalem Hintergrund
Die Verkäufer hatten einen deutlich niedrigeren Preis im Sinn. Sie hofften auf 369,99 Euro, um ihrem Sohn ein großes Lego-Set zu ermöglichen. Im Vordergrund stand nicht der materielle Wert, sondern die gemeinsame Zeit, die sie mit dem Bau des Sets verbringen wollten. Diese herzliche Begründung rührte nicht nur Moderator Horst Lichter, sondern auch die Zuschauer.
Im Händlerraum entwickelte sich ein lebhafter Bieterwettstreit. Roman Runkel eröffnete mit 500 Euro, Jos van Katwijk zog nach. Die Summe stieg schnell in den vierstelligen Bereich. Am Ende setzte sich Roman Runkel mit einem Gebot von 1.050 Euro durch. Damit war der Lego-Traum nicht nur gesichert, sondern sogar ein Ausflug an den Tegernsee, der im Gemälde dargestellt ist, wurde möglich.
Weitere Raritäten in der Sendung
Neben dem Highlight gab es in dieser Folge von Bares für Rares weitere interessante Stücke:
- Art-Déco-Toilettset aus 950er Silber: Ein zweiteiliges Set mit dem Motiv Die Schaukel nach Pierre Auguste Cot, geschätzt auf 1.000 bis 1.200 Euro.
- Kurioses Korrekturmittel aus der Nachkriegszeit: Ein kosmetisches Produkt der Firma A-O-BE aus Essen zur Korrektur abstehender Ohren, mit einem Materialwert von 1 bis 5 Euro.
- Silberner Tafelaufsatz in Schiffsform: Ein dreimastiges Segelschiff aus 800er Silber zur Präsentation von Gewürzen, geschätzt auf 1.700 bis 2.000 Euro.
- Jugendstil-Pfeifenschränkchen: Ein Hängeschränkchen aus gebeiztem Buchenholz um 1900, aufgrund nicht originaler Elemente auf 150 bis 200 Euro geschätzt.
- Zwei historische Kreuz-Anhänger: Ein flämischer Anhänger mit Diamantrosen (1780-1820) und ein Stück aus dem späten 19. Jahrhundert, geschätzt auf 1.200 bis 1.500 Euro.
Die genauen Verkaufserlöse dieser Stücke wurden in der Sendung um 15:05 Uhr im ZDF enthüllt. Bares für Rares beweist erneut, dass hinter jedem Sammlerstück eine einzigartige Geschichte steckt, die oft weit über den materiellen Wert hinausgeht.



