Bares für Rares: Dekostück aus Berlin wird zum unerwarteten Geldsegen
Die beliebte ZDF-Sendung „Bares für Rares“ mit Moderator Horst Lichter (64) präsentierte am Montag, dem 9. März 2026, wieder eine faszinierende Mischung aus skurrilen und historischen Raritäten. Im Mittelpunkt stand eine überraschende Versteigerung, bei der ein vermeintliches Partykeller-Dekorationsstück die Expertenschätzung deutlich übertraf und für große Freude bei den Besitzern sorgte.
Vom Bier-Tausch zum TV-Erfolg: Die Geschichte der Coors-Light-Reklame
Angelika und Joachim aus Berlin brachten eine kuriose Leuchtreklame in Form eines Wappenschildes für das amerikanische „Coors Light“-Bier mit. Erworben hatten sie das Stück vor etwa 40 Jahren von einem ehemaligen US-Armeeangehörigen – im Tausch gegen eine einfache Tasse Bier. Seitdem schmückte die Reklame ihren Partykeller, ohne dass sie ihren wahren Wert ahnten.
Experte Sven Deutschmanek (48) erläuterte die Hintergründe: Die Brauerei wurde 1873 vom deutschen Auswanderer Adolph Coors gegründet und braute ihr Bier mit reinem Rocky-Mountain-Quellwasser. Die Leuchtreklame selbst besteht aus bedrucktem Kunststoff und stammt vermutlich aus den späten 1970er oder frühen 1980er Jahren. Die ursprüngliche Leuchtstoffröhre wurde durch energiesparende LED-Stäbe ersetzt, was die Funktionalität jedoch nicht beeinträchtigte.
Unerwarteter Bieterwettstreit übertrifft alle Erwartungen
Joachim hatte einen Wunschpreis von 200 Euro, während Sven Deutschmanek den Wert auf 150 bis 200 Euro schätzte, da solche Objekte eher für Partykeller-Liebhaber interessant seien. Im Händlerraum entwickelte sich jedoch ein überraschender Bieterwettstreit. Startend bei 80 Euro trieben die Händler David Suppes (37) und Jos van Katwijk (59) das Gebot in die Höhe. Den Zuschlag sicherte sich schließlich Walter „Waldi“ Lehnertz (58) für stolze 300 Euro – das Doppelte der unteren Expertenschätzung.
Angelika und Joachim waren überglücklich, ihren Wunschpreis deutlich übertroffen zu haben. Waldi versicherte, das Leuchtschild werde in seinem Klubheim einen Ehrenplatz erhalten, womit das Stück einen neuen glücklichen Besitzer fand.
Weitere Highlights der Sendung vom 9. März 2026
Neben der Coors-Light-Reklame wurden in dieser Folge von „Bares für Rares“ weitere bemerkenswerte Raritäten präsentiert:
- Notenständer aus Eiche: Straßenbahnfahrer Oliver Pingel aus Braunschweig brachte einen imposanten Notenständer aus dem frühen Historismus um 1870 mit, den er kostenlos von seinem Nachbarn erhalten hatte. Das für öffentliche Bereiche wie Konzertsäle gedachte Stück erhielt eine Expertenschätzung von 400 bis 500 Euro.
- Mikromosaik-Schmuck: Birgit und Claudia aus Berlin verkauften eine antike Demi-Parure aus vergoldetem Silber mit römischen Mikromosaiken des Petersplatzes und antiker Tempel. Das hochwertige Souvenir aus den 1870er bis 1880er Jahren wurde auf 600 bis 700 Euro geschätzt.
- Teppicharmband aus Gold: Michael aus Neunkirchen-Seelscheid präsentierte im Auftrag seiner Frau ein schweres, zweifarbiges Armband aus 750er Gelbgold mit über 105 Gramm Gewicht. Das Erbstück aus den 1960er Jahren beeindruckte durch technische Meisterleistung und abstraktes Design, mit einer Expertenschätzung von 8.500 Euro.
- Märklin Baukasten: Britta und Markus aus Bonn zeigten einen Märklin-Blechspielzeug-Baukasten der Serie 1101 mit Stromlinienkarosserie aus den Produktionsjahren 1933 bis 1938/39. Trotz Beschädigungen und fehlender Kleinteile wurde das Set auf 600 bis 700 Euro geschätzt.
Die Sendung „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine feste Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und begeistert regelmäßig mit den kuriosen Geschichten hinter den Objekten. Die heutige Folge zeigte erneut, dass selbst vermeintlich einfache Dekorationsstücke zu unerwarteten Geldsegen werden können, wenn sie die richtigen Sammler erreichen.



