Katja Burkard korrigiert Aussagen zu RTL-Kündigungen nach Podcast-Äußerungen
Burkard korrigiert Aussagen zu RTL-Kündigungen nach Podcast

RTL-Moderatorin korrigiert dramatische Schilderungen nach Podcast-Interview

Die langjährige RTL-Moderatorin Katja Burkard hat in einem Podcast-Interview über die umfangreichen Stellenstreichungen bei dem Privatsender gesprochen und dabei von einem der "schwärzesten Tage in der Geschichte von RTL" berichtet. Wenig später musste die Journalistin jedoch zentrale Aussagen ihrer emotionalen Schilderung korrigieren und sich für die Verbreitung von nicht verifizierten Informationen entschuldigen.

Dramatische Szenen und spätere Richtigstellung

Im Podcast "Zwischen den Zeilen" von Bettina Böttinger schilderte Burkard den Tag der Kündigungen bei RTL als besonders dramatisch. Sie berichtete von zahlreichen Entlassungen, die zwischen 14 und 16 Uhr per E-Mail verschickt worden seien, und erwähnte sogar angebliche Rettungswageneinsätze für zusammenbrechende Mitarbeiter. Diese Aussagen erregten großes Aufsehen in der Medienbranche.

Allerdings veröffentlichte die Moderatorin der Sendung "Punkt 12" am Dienstagabend ein Video auf Instagram, in dem sie Teile ihrer Schilderungen zurücknahm. "Ich möchte was klarstellen, und zwar geht es um den Podcast von Bettina Böttinger. Da ist mir was passiert, was man eh nicht machen sollte und als Journalistin schon dreimal nicht: nämlich was weitererzählen, was man nicht selbst gesehen hat", erklärte Burkard darin. Sie räumte ein, dass die Aussage über Krankenwageneinsätze "nicht wahr" sei und bat um Entschuldigung für diesen Vorfall.

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Hintergründe der umfangreichen Stellenstreichungen

RTL hatte bereits Anfang Januar bekannt gegeben, im Zuge einer strategischen Neuausrichtung insgesamt 600 Stellen abbauen zu wollen. Davon sollen 230 Positionen im News-Bereich gestrichen werden, während sich die übrigen 370 Kürzungen über das gesamte Unternehmen verteilen. Der Sender betonte, dass die Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgten und betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollten.

Als Auslöser für den umfangreichen Stellenabbau nannte RTL sinkende Werbeeinnahmen im linearen Fernsehen, die seit 2019 um mehr als 20 Prozent zurückgegangen seien, sowie strukturelle Veränderungen im Medienmarkt. Um freiwillige Ausscheiden zu unterstützen, hatte der Sender Abfindungen und Boni nach Betriebszugehörigkeit angeboten.

Reaktionen und Konsequenzen

Katja Burkard zeigte sich in ihrem Instagram-Video deutlich betroffen von dem Vorfall. "Es tut mir wahnsinnig leid und das wird mir sicher nicht noch mal passieren", sagte die Moderatorin, die seit fast 30 Jahren für RTL tätig ist. Sie betonte, dass der Vorfall ihr eine wichtige Lehre sei und sie sich sehr darüber ärgere, ungeprüfte Informationen weitergegeben zu haben.

Die Korrektur der Aussagen wirft Fragen über den Umgang mit sensiblen Personalthemen in Medienunternehmen auf und zeigt, wie emotional belastend umfangreiche Stellenstreichungen für alle Beteiligten sein können. Gleichzeitig unterstreicht der Vorfall die besondere Verantwortung von Journalisten bei der Weitergabe von Informationen, insbesondere wenn es um persönliche Schicksale von Kollegen geht.

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