Gil Ofarims Dschungelcamp-Sieg: Experte zweifelt an RTL-Plänen für umstrittenen Münchner
Gil Ofarim: Experte zweifelt an RTL-Plänen für Dschungelkönig

Gil Ofarims Triumph beim Dschungelcamp 2026: Ein Sieger, der das Publikum spaltet

Die jüngste Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" hat die Zuschauer gespalten wie kaum eine zuvor. Gil Ofarim wurde zum Dschungelkönig gekrönt – eine Entscheidung, die nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Die Frage, die sich nun stellt: Wird RTL den Münchner Sänger ähnlich vermarkten wie frühere Dschungelmajestäten? Ein Branchenkenner äußert sich in einem exklusiven Gespräch zu diesen brisanten Themen.

Münchner Rückkehr als oberste Priorität

Nach seinem umjubelten Sieg im Dschungelcamp gab Gil Ofarim in einem ausführlichen RTL-Interview mit Frauke Ludowig Einblicke in seine Pläne. Der 43-jährige Musiker verriet, wie er die Siegprämie und Gage investieren möchte: "Ich kann endlich Rechnungen begleichen und noch vieles mehr realisieren. Was ich mir jedoch mehr als alles andere ersehnt habe, ist eine feste Bleibe in München zu finden." Diese Rückkehr in die bayerische Landeshauptstadt steht für Ofarim ganz oben auf der Agenda, vor allem um mehr Zeit mit seinen beiden Kindern verbringen zu können.

Karriereaussichten unter Vorbehalt

Während frühere Dschungelkönige und -königinnen nach ihrem Triumph häufig umfangreiche Angebote von RTL erhielten, bleiben die Perspektiven für Gil Ofarim ungewiss. Der Sänger galt nach einem Verleumdungsskandal lange als "Persona non grata" in der Unterhaltungsbranche, was seine Teilnahme am Dschungelcamp überraschend machte. Klar ist: Nicht alle Zuschauer gönnen dem Münchner seinen neugewonnenen Erfolg.

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Experte Julian F.M. Stoeckel äußert deutliche Kritik

Julian F.M. Stoeckel, selbst Dschungelcamp-Teilnehmer von 2014 und regelmäßiger Gast in der Begleitshow "Die Stunde danach", nimmt kein Blatt vor den Mund. Im persönlichen Gespräch erklärt der 37-jährige Entertainer: "Ich bin überzeugt, dass sich RTL mit Gil Ofarims Teilnahme keinen Gefallen getan hat. Er ist wahrscheinlich der streitbarste Dschungelkönig der letzten zwei Jahrzehnte, denn im Gegensatz zu allen Vorgängern hat er das Publikum tief gespalten."

Stoeckel betont, dass ein Dschungelkönig normalerweise verbindend wirken sollte: "Bisher hat sich das Publikum stets über die Krönung gefreut. Dieses Jahr jedoch haben sich viele Menschen entsetzlich geärgert. Ich frage mich, ob es dem Format nicht sogar schadet, dass jemand gewonnen hat, der so polarisiert."

Zweifel an umfangreichen RTL-Plänen

Was die Vermarktung durch den Sender betrifft, zeigt sich Stoeckel skeptisch: "Das ist eine gute Frage. Ich bin mir nicht sicher, ob RTL überhaupt konkrete Pläne mit ihm hat. Zunächst ist er einfach Dschungelkönig geworden – es ist nicht so, dass der Sender sich dann sofort mit dem Sieger zusammensetzt und Strategien entwickelt."

Zum Vergleich: Evelyn Burdecki erhielt nach ihrem Sieg als Dschungelkönigin mit "Das Liebeskarussell" sogar eine eigene Moderationssendung. Für Gil Ofarim scheint eine ähnliche Karriere bei RTL jedoch unwahrscheinlich. Stoeckel fügt hinzu: "Es wird sich zeigen, ob sich Möglichkeiten ergeben. Und wenn nichts passiert, ist das ebenfalls eine deutliche Aussage." Immerhin kann Ofarims Mini-Doku "Der Fall Gil Ofarim" aktuell auf RTL+ gestreamt werden.

Persönliche Distanz und alternative Siegerwünsche

Auf die Frage, ob er Ofarim persönlich zum Sieg gratulieren würde, antwortet Stoeckel zurückhaltend: "Ich glaube, ich würde dazu gar nichts sagen. Ich würde ihn als Kollegen begrüßen, weil wir uns kennen und ich höflich bin." Nach kurzem Nachdenken räumt er ein: "Sollte sich überhaupt ein Gespräch ergeben, würde ich vielleicht sagen: 'Alles Liebe, herzlichen Glückwunsch zur Dschungelkrone.' Mehr aber auch nicht. Ich habe aktuell keine Lust auf tiefgehende, intime Unterhaltungen."

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Abschließend verrät der Entertainer, wen er sich eigentlich als Sieger gewünscht hätte: "Ich hätte mich gefreut, wenn Hubert gewonnen hätte. Er wäre der vierte queere Dschungelkönig in 20 Jahren geworden – was nicht besonders viel ist. Hubert war verbindend, sympathisch und witzig, hat stets gute Laune verbreitet und hätte es einfach verdient gehabt." Hubert Fella belegte in dieser Staffel den dritten Platz. Bisher schafften es Ross Anthony (Staffel 3), Prince Damien (Staffel 14) und Lucy Diakovska (Staffel 17) als Vertreter der LGBTQ+-Community auf den Thron.