Martenstein verteidigt Höcke-Interview: Alles richtig gemacht
Martenstein: Höcke-Interview war richtig

Harald Martenstein (72) schreibt die tägliche Kolumne in BILD. In seiner neuesten Kolumne wendet er sich an einen der erfolgreichsten Podcaster Deutschlands, den er kürzlich selbst als Gast erlebte. Martenstein lobt die Gesprächsmethode des Podcasters, die er mit der von Alfred Biolek vergleicht: freundlich, ausreden lassen, Wohlfühlatmosphäre schaffen, sodass Gäste Dinge erzählen, die sie sonst nicht preisgeben würden.

Bioleks Methode und Höcke-Interview

Früher lud Alfred Biolek Gäste wie Helmut Kohl ein und ließ sie erzählen, was manche empörte. Nun hat der Podcaster Ben mit Björn Höcke von der AfD gesprochen, ebenso wie zuvor mit Sahra Wagenknecht und Christian Lindner. Das Gespräch dauerte viereinhalb Stunden und erzielte bisher drei Millionen Klicks.

Kritik am Podium für Höcke

Einige sind empört und meinen, Höcke dürfe „kein Podium geboten“ werden. Martenstein fragt: Wer bestimmt das? Höcke sei eine relevante Person. Die Leute wollten sich selbst ein Bild machen. Manche Journalisten sähen sich als Erzieher, die dem Volk kein eigenes Urteil zutrauten. Martenstein stellt klar: „Ich bin aber schon groß.“

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Vergleich mit Spiegel und Hitler-Interviews

Martenstein kritisiert, dass der „Spiegel“ Höcke nicht längst kritisch interviewt habe. Journalismus sei keine Volkserziehung, sondern auch Information. Er erinnert an ein Buch von Lutz Hachmeister mit internationalen Hitler-Interviews. Die Weltpresse interviewte Hitler oft, weil die Leserschaft interessiert war. Das Buch umfasst 384 Seiten.

Fazit: Alles richtig gemacht

Martenstein schließt mit der Bestätigung: „Du hast alles richtig gemacht, Ben.“

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