Kronprinzessin Mette-Marit bricht Schweigen zu Epstein-Freundschaft
Nach wochenlangem Warten hat sich Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen erstmals öffentlich zu ihrer umstrittenen Freundschaft mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) geäußert. In einem exklusiven Interview mit dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Sender NRK zeigte sich die Royals emotional aufgewühlt, doch konkrete Antworten blieben aus.
Emotionale Momente und ausweichende Antworten
Das lang erwartete Fernsehinterview, das am Freitagmorgen ausgestrahlt wurde, begann mit tränenreichen Momenten. Mette-Marit sprach über ihre gesundheitlichen Probleme und die Sorgen um ihren Sohn, doch diese Themen hatten keinen direkten Bezug zu ihrer Verbindung mit Epstein. Die Kronprinzessin entschuldigte sich damit, dass Epstein sie manipuliert habe, doch auf die drängenden Fragen der norwegischen Öffentlichkeit gab es kaum befriedigende Antworten.
Besonders auffällig war ihr Umgang mit den konkreten Vorwürfen. Auf die Frage, was sie 2011 über Epstein gegoogelt hatte, als sie ihm schrieb "Sah nicht besonders gut aus", antwortete sie einfach: "Ich weiß es nicht mehr." Auch zu dem flirtenden Unterton in ihren E-Mails an Epstein wollte sie sich nicht äußern und tat so, als verstünde sie die Frage nicht vollständig.
Offene Fragen bleiben unbeantwortet
Mehrere kritische Punkte blieben im Interview ungeklärt:
- Warum baute sie trotz ihrer eigenen Recherche-Ergebnisse eine Freundschaft mit Epstein auf?
- Wer war der gemeinsame Freund, über den sie Epstein kennengelernt hatte?
- Warum schrieb sie Epstein während einer royalen Hochzeit in Luxemburg, es sei "todlangweilig"?
- Was wusste Kronprinz Haakon (52) über die Verbindung seiner Frau zu Epstein?
Interessanterweise gab Kronprinz Haakon zu, von der Freundschaft seiner Frau mit Epstein gewusst zu haben. Warum er jedoch nie nachforschte, wer dieser Mann eigentlich war, wurde im Interview nicht thematisiert - der norwegische TV-Reporter stellte diese entscheidende Frage nicht.
Selektive Erinnerungen und peinliche Enthüllungen
Besonders bemerkenswert war Mette-Marits Aussage zu ihrem Besuch in Epsteins Villa in Palm Beach. Sie behauptete, dort nichts Unerlaubtes gesehen zu haben, obwohl inzwischen zahlreiche Fotos aus dem Inneren des Hauses bekannt sind. Entweder hatte Epstein vor dem royalen Besuch alles entfernt oder die Kronprinzessin leidet unter selektiver Wahrnehmung.
Die Enthüllung ihrer abfälligen Bemerkung über "langweilige" royale Kollegen während der Luxemburger Hochzeit schien sie besonders zu peinigen. Nicht dass sie es gedacht und geschrieben hatte, schien ihr unangenehm zu sein, sondern dass es nun öffentlich bekannt wurde.
Ein Interview ohne Aufklärung
Das Fazit des lang erwarteten Interviews ist ernüchternd: Die norwegische Öffentlichkeit ist kaum schlauer als zuvor. Statt klarer Antworten und Aufklärung hinterlässt das Gespräch ein schales Gefühl und den Eindruck, dass sich Mette-Marit hauptsächlich als Opfer der Umstände sieht. Viele Beobachter fragen sich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn sie weiter geschwiegen hätte, anstatt ein Interview zu geben, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet.
Die Epstein-Affäre hat sich zur größten Krise der norwegischen Monarchie in jüngerer Zeit entwickelt, und dieses Interview hat wenig dazu beigetragen, das Vertrauen der Bevölkerung wiederherzustellen. Die Kronprinzessin zeigte zwar Emotionen, doch substanzielle Erklärungen für ihr Verhalten blieben aus.



