Michaela May über Ehe und Einsamkeit: Offene Worte nach 20 Jahren mit Bernd Schadewald
Michaela May: Offene Worte über Ehe und Einsamkeit

Michaela May über ihr Eheleben: Veränderungen und die Angst vor Einsamkeit

Seit 2006 sind Michaela May (73) und Bernd Schadewald (75) verheiratet – eine Verbindung, die als große Liebe bezeichnet wird. Doch die Schauspielerin verrät nun in einem Interview mit Bunte, dass sich in ihrer Beziehung im Laufe der Zeit einiges gewandelt hat. Das in München lebende Paar, dessen Leben ohne den anderen unvorstellbar erscheint, steht wie viele langjährige Partnerschaften vor natürlichen Veränderungen.

Körperliche Nähe und emotionale Verbundenheit

"Ich glaube, dass die körperliche Nähe sehr, sehr wichtig ist für eine funktionierende Beziehung", betont Michaela May. Sie erklärt, dass die Intimität mit ihrem Ehemann heute anders sei als in jungen Jahren. "Vielleicht macht der Körper bestimmte Dinge nicht mehr so wie früher und wird langsamer. Aber die Sehnsucht nach körperlicher Liebe bleibt." Trotz dieser Anpassungen ist die Schauspielerin nach fast zwei Jahrzehnten Ehe weiterhin tief vernarrt in ihren Partner: "Ich möchte den Menschen ganz und gar, mit Haut und Haar!"

Die Bedeutung vergangener Lieben

Zwischenmenschliche Bindungen stehen für Michaela May im Mittelpunkt ihres Lebens. "Ich freue mich, dass ich Liebe erfahre, und bin dankbar, dass ich mich zweimal so verlieben durfte", sagt sie und bezieht sich damit auf ihre erste Ehe mit Jack Schiffer. Mit ihm war sie 23 Jahre verheiratet und hat zwei Töchter, Alexandra (44) und Lilian (38), die ebenfalls als Schauspielerinnen tätig sind. "Vor Bernd war mein erster Mann auch eine große Liebe. Ich hätte ihn sonst nicht geheiratet und diese zwei großartigen Kinder mit ihm bekommen. Das ist auch ein Geschenk."

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Die Furcht vor der Einsamkeit

Obwohl sich Michaela May und Bernd Schadewald blind verstehen und einander in jeder Lebenslage unterstützen, gibt es einen Punkt, in dem sie sich unverstanden fühlt. "Er kann es nicht nachempfinden, wie es mir in der Einsamkeit geht", gesteht die Schauspielerin. Sie fürchtet sich vor dem Gefühl des Alleinseins, sollte ihr Ehemann vor ihr sterben. "Die endgültige Einsamkeit – nach bei uns inzwischen 20 Jahren – ist schon etwas, was mich niederstrecken würde. Ich bin in meinem Leben nie allein gewesen, nie ohne Partner. Das nicht mehr zu haben, möchte ich mir gar nicht vorstellen."

Umgang mit dem Tod und Zukunftsgedanken

Über den eigenen Tod hat sich Michaela May bereits Gedanken gemacht, doch sie fürchtet sich weniger davor als vor anderen Herausforderungen. "Ich bin ein Mensch, der alles auf sich zukommen lässt. Ich habe mehr Angst vor einer Premiere als vor dem Tod." Ihr Ehemann Bernd Schadewald habe eine ähnliche Haltung – er vermeide das Thema und denke lieber an die Gegenwart. "Er blendet den Tod aus, will nicht darüber reden. Es kommt mir – als Gegenwartsmenschen – insofern entgegen, als er nicht dauernd an übermorgen denkt. Aber es wirft einen doch immer wieder auf dieses Thema zurück, sobald man mit dem Tod konfrontiert wird."

Michaela May hofft, noch viele schöne Jahre an der Seite ihres geliebten Ehemanns erleben zu dürfen, während sie gleichzeitig die Veränderungen in ihrer Beziehung und die Ängste vor der Zukunft offen thematisiert.

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