Eine 92-jährige Nonne und ihr erster Döner: Social-Media-Erfolg überrascht alle
Schwester Irmingard, eine 92-jährige Ordensschwester der Arenberger Dominikanerinnen, hat kürzlich ihren ersten Döner gegessen – und wurde damit zum Social-Media-Star. Ein Video, das ihre Mitschwestern Clarita und Ursula auf Instagram veröffentlichten, zeigt die Nonne, wie sie den Döner genießt. Millionen Menschen sahen zu, über 415.000 Accounts gefällt der Clip. In dem Video sagt Irmingard lachend: „Also ich bin ganz begeistert. Ich hörte das immer von Döner. Ich dachte, bis 82 hast du noch keinen gegessen, ich will mich heute Abend mal damit abgeben.“ Als sie aus dem Off auf ihr tatsächliches Alter von 92 Jahren hingewiesen wird, lacht sie herzlich.
Der Social-Media-Erfolg ist für die Nonne unbegreiflich
Den Döner fand die Ordensschwester klasse, den Social-Media-Erfolg ihres ersten Döneressens dagegen „unbegreiflich“ und „ein bisschen komisch“. Im Interview mit dem SWR erklärte sie: „Ich wäre lieber unbekannt geblieben.“ Allerdings räumt der neugeborene Social-Media-Star gleich ein: Wenn die anderen Schwestern sie fragen würden, wäre sie natürlich wieder bei einem Video dabei. „Wir haben Irmingard gefilmt, weil sie für jede Schandtat bereit ist – das wollten wir einfach der Welt zeigen“, sagte Schwester Ursula dem SWR. Der große Wirbel um das Video habe aber auch sie überrascht: Selbst englischsprachige Medien hätten inzwischen bei ihnen angefragt. „Ich finde es lustig und auch ein bisschen schräg. Es ist irre, wie aus so etwas Alltäglichem wie einem Essensvideo eine riesige Welle entstehen kann.“
Der Döner bringt neue Follower für die Schwestern
Die Schwestern wollen mit ihren Beiträgen auf Social Media Einblicke in den Klosteralltag geben: „Viele denken, im Kloster sei alles streng, verboten und spaßfeindlich“, sagt Schwester Ursula. „Wir posten einfach, was der Tag so hergibt – wenn er etwas hergibt.“ Und langsam steigen die Followerzahlen der Arenberger Dominikanerinnen. Schwester Clarita folgen mehr als 20.000 Menschen, Schwester Ursula immerhin knapp 5.000 und dem Account der Dominikanerinnen mehr als 15.000 Menschen, viele von ihnen sind seit dem Döner-Video hinzugekommen.
Andere Nonnen auf Social Media
Die Arenberger Dominikanerinnen sind nicht die einzigen Ordensschwestern, die über soziale Medien ihr Leben aus dem Kloster einem breiteren Publikum zeigen. Vergangenes Jahr erreichten drei Nonnen bei Salzburg Berühmtheit, die ihr Kloster Goldenstein besetzten und die Absetzung ihres Vorsitzenden forderten. Auf Instagram folgten dem Account der Goldensteiner Nonnen mehr als 280.000 Menschen. Mittlerweile ist der Account nicht mehr abrufbar – offenbar steht eine Klage im Raum. Zuvor soll es einen Streit zwischen den Helfern der betagten Ordensfrauen gegeben haben. Die Nonnen hatten sich im Dezember von dem Account und dessen Betreiber distanziert – die veröffentlichten Inhalte seien ihnen „weder vorab zur Kenntnis gebracht noch nachträglich genehmigt worden“.



