Erster "Jerks"-Star bricht sein Schweigen im heiklen Fall
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht derzeit der schwere Vorwurf von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50). Die Schauspielerin wirft ihm in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel" und auf Instagram vor, sie "virtuell vergewaltigt" zu haben. Der unglaubliche Vorgang: Über Jahre hinweg soll Ulmen sich im Internet als seine damalige Frau ausgegeben und teils sexuelle Chat-Kontakte mit fremden Männern in ihrem Namen gehabt haben. Ende 2025 soll Fernandes ihn laut Berichten in Spanien angezeigt haben.
Serienpaar mit realer Vergangenheit
Besonders pikant ist der Fall, weil Fernandes und Ulmen im echten Leben verheiratet waren, während sie in der Pro7-Serie "Jerks" bereits ein geschiedenes Ehepaar spielten. Fünf Staffeln mit insgesamt 52 Episoden drehten die beiden gemeinsam mit ihren Kollegen – umso spannender ist nun die Reaktion der ehemaligen Serienmitglieder auf die schwerwiegenden Vorwürfe.
Pheline Roggan wagt sich aus der Deckung
Bisher hatten alle "Jerks"-Stars zu dem brisanten Fall geschwiegen, vermutlich um sich nicht auf eine Seite schlagen zu müssen. Umso bedeutsamer ist nun das Statement von Pheline Roggan (44), die sich als erste aus der Serie öffentlich äußert. Die Schauspielerin, die in "Jerks" die Frau von Ulmens bestem Freund Fahri Yardim (45) spielt, schreibt auf Instagram: "Liebe Collien, es tut mir so wahnsinnig leid, was dir angetan wurde! Und ich bewundere dich dafür, dass du den Mut und die Kraft hast, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Scham endlich die Seiten wechselt."
Parallele zu Gisèle Pelicot
Der letzte Halbsatz ist eine klare Anspielung auf den Fall der Französin Gisèle Pelicot (73), die selbst Opfer sexualisierter Gewalt wurde und mit ihrem Satz "Die Scham muss die Seite wechseln" zum Symbol im Kampf dagegen wurde. Roggan ist überzeugt, dass Fernandes dies nun "für alle Frauen, die von Übergriffen und Gewalt betroffen sind" tue. Mit ihrer klaren Stellungnahme hat die Schauspielerin ihre Wahl getroffen und unterstützt ihre Serien-Kollegin eindeutig.
Rechtliche Auseinandersetzungen laufen
Auf Anfragen von BILD haben weder Collien Fernandes noch Christian Ulmen selbst bisher geantwortet. Ulmens Anwalt Christian Schertz ließ jedoch ein Informationsschreiben zukommen, in dem es heißt: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten." Es würden weiterhin "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet.
Die ehemaligen Serienkollegen stehen nun vor der schwierigen Entscheidung, wie sie sich zu dem Fall positionieren. Während Roggan bereits Stellung bezogen hat, bleibt abzuwarten, ob weitere "Jerks"-Stars folgen werden. Der Fall zeigt einmal mehr, wie komplex die Grenzen zwischen fiktiven Serienrollen und realen Beziehungen sein können – und wie schwerwiegend die Vorwürfe sind, die nun vor Gericht und in der Öffentlichkeit verhandelt werden müssen.



