Letzte Ruhe von Queen Elizabeth: Gerüchte um geheimes Malta-Grab entkräftet
Queen Elizabeth: Gerüchte um Malta-Grab entkräftet

Letzte Ruhe von Queen Elizabeth: Gerüchte um geheimes Malta-Grab entkräftet

Am 21. April 2026 wäre Queen Elizabeth II. 100 Jahre alt geworden. Die Monarchin, die über 70 Jahre lang Großbritannien und Commonwealth-Staaten regierte, hinterließ ein Vermächtnis von Stabilität und Pflichtbewusstsein. Nach ihrer Trauerfeier am 19. September 2022 fand sie in der St. George's Chapel in Windsor ihre letzte Ruhe. Doch in den letzten Wochen kursierten wilde Spekulationen, dass das Grab in Windsor leer sein könnte und die Queen stattdessen heimlich auf Malta beigesetzt worden sei.

Spekulationen befeuern Gerüchteküche

Diverse Klatschblätter, sogenannte "Yellows", behaupteten mit Schlagzeilen wie "Königin Elizabeth: Ihr Grab ist leer!", dass Elizabeth und ihr Mann Prinz Philip nicht in Windsor, sondern auf Malta beerdigt worden seien. Berichte, unter anderem in "Das Neue", zitierten angebliche Palastkreise, wonach die Queen Jahre vor ihrem Tod ihren letzten Willen geändert habe. Zwischen 1949 und 1951 lebten Elizabeth und Philip auf Malta und verbrachten dort wohl die glücklichsten Jahre ihrer Ehe. Nach der Krönung 1952 musste sich das Paar voll dem Dienst der Krone verschreiben. Die Gerüchte besagten, die Queen habe für ihre letzte Reise ihr Herz entscheiden lassen und ein Grab auf Malta gewählt, wobei nur engste Vertraute den genauen Standort kennen sollen.

Royal-Expertinnen bringen Licht ins Dunkel

Die AZ kontaktierte den britischen Palast und befragte drei Royal-Expertinnen, um die gewagten Behauptungen zu überprüfen. Während auf eine Rückmeldung aus dem Königshaus gewartet wird, äußerten sich die Expertinnen eindeutig.

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Charlotte Gräfin von Oeynhausen erklärte im AZ-Gespräch, dass Elizabeth definitiv auf dem Gelände von Windsor Castle beerdigt wurde: "Dies ist bestätigt und auch offiziell dokumentiert." Sie vermutet, dass solche Gerüchte entstehen, weil es ein schöner Gedanke sei und zur Geschichte des Paares passe. Eine heimliche Beisetzung halte sie jedoch für unrealistisch: "Die Queen kann man doch nicht einfach irgendwo heimlich beerdigen." Ein Anlass von solcher Relevanz lasse sich nicht verstecken. Zudem betonte sie: "Die Queen war sehr traditionell und alleine aus diesem Grund würde sie sich, meiner Meinung nach, nicht an einem heimlichen Ort beerdigen lassen."

Catrin Bartenbach, Königshausexpertin, bestätigte zwar den besonderen Stellenwert Maltas für die Königsfamilie, hält die Gerüchte aber für unglaubwürdig. Sie verwies darauf, dass die Queen immer wieder von ihrem Wunsch gesprochen habe, in der King George VI. Memorial Chapel in Windsor bestattet zu werden, wo ihre Eltern und ihre Schwester Prinzessin Margaret ruhen. Vor allem aber wartete der einbalsamierte Leichnam von Prinz Philip, der 2021 verstarb, in Windsor auf die Queen, damit beide gemeinsam in einem Doppelgrab ihre letzte Ruhe finden konnten.

Annelie Malun, Royal-Podcasterin, bezeichnete die Geschichten als frei erfunden: "Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Geschichten frei erfunden werden." Sie erläuterte, dass mehr als 20 Mitglieder der Königsfamilie in der St. George's Chapel beigesetzt sind. Die Gedenkkapelle für King George VI. habe Queen Elizabeth 1962 in Auftrag gegeben, um die Familie im Tod zu vereinen. Prinz Philip sei nach seinem Tod vorübergehend im Royal Vault beigesetzt worden und nach dem Ableben der Queen mit ihr in der Gedenkkapelle vereint worden.

Fazit: Queen ruht in Windsor

Zum 100. Geburtstag von Queen Elizabeth II. am 21. April 2026 werden viele Menschen in die St. George's Chapel nach Windsor reisen, um der verstorbenen Monarchin zu gedenken. Dass Royal-Fans dort vor einem leeren Grab stehen werden, ist nach der AZ-Recherche ausgeschlossen. Die Royal-Expertinnen sind sich einig, dass an den Gerüchten um ein geheimes Grab auf Malta nichts Wahres dran ist. Die Queen fand ihre letzte Ruhe an dem traditionellen Ort, den sie selbst gewählt hatte, vereint mit ihrer Familie und ihrem geliebten Ehemann Prinz Philip.

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