Queen Elizabeth II.: Gerüchte um geheimes Grab auf Malta im Faktencheck
In den vergangenen Wochen haben wilde Spekulationen die Medienlandschaft aufgewühlt. Behauptungen, das Grab von Queen Elizabeth II. in der St. George's Chapel in Windsor sei in Wirklichkeit leer, kursierten in zahlreichen Klatsch-Blättern. Angeblich soll die Monarchin gemeinsam mit ihrem Ehemann Prinz Philip heimlich auf Malta beerdigt worden sein, wo das Paar in jungen Jahren glückliche Zeiten verbrachte. Die AZ hat diese gewagten Theorien einer gründlichen Prüfung unterzogen und mit drei renommierten Royal-Expertinnen gesprochen, um Licht ins Dunkel zu bringen.
Malta-Gerüchte: Ein "schöner Gedanke", aber unrealistisch
Charlotte Gräfin von Oeynhausen, eine anerkannte Königinsexpertin, äußerte sich im AZ-Interview deutlich zu den Spekulationen. "Die Queen wurde definitiv auf dem Gelände von Windsor Castle beerdigt, dies ist offiziell dokumentiert", betonte sie. Sie vermutet, dass solche Gerüchte entstehen, weil die Vorstellung einer Beisetzung auf Malta einen romantischen Reiz habe und zur Geschichte des Paares passe. Elizabeth und Philip lebten zwischen 1949 und 1951 auf der Mittelmeerinsel, eine Zeit, die oft als ihre glücklichste beschrieben wird. Von Oeynhausen hält eine heimliche Beisetzung jedoch für "unrealistisch", da ein Ereignis von dieser Tragweite nicht einfach verborgen bleiben könne. Zudem sei die Queen eine sehr traditionelle Persönlichkeit gewesen, die sich kaum für einen versteckten Ruheort entschieden hätte.
Die Bedeutung von Windsor: Familientradition und letzter Wille
Catrin Bartenbach, Autorin und Etikette-Expertin, bestätigte den besonderen Stellenwert Maltas für die Königsfamilie, wies die Gerüchte aber entschieden zurück. Sie verwies auf den dokumentierten Wunsch der Queen, in der King George VI. Memorial Chapel in Windsor beigesetzt zu werden. "Dort ruhen bereits ihre Eltern und die Urne ihrer Schwester Prinzessin Margaret", erklärte Bartenbach. Dieser Ort habe für Elizabeth eine unverwechselbare Bedeutung gehabt, da sie ihre Familie im Tod vereinen wollte. Zudem wartete der einbalsamierte Leichnam von Prinz Philip, der 2021 verstarb, in Windsor auf sie, damit beide schließlich in einem Doppelgrab ihre letzte Ruhe finden konnten. Bartenbach betonte, dass die Queen wiederholt ihren Willen geäußert habe, was die Malta-Theorien unglaubwürdig mache.
Podcast-Expertin entlarvt Gerüchte als frei erfunden
Annelie Malun, Moderatorin des Royal-Podcasts "Annelies Royale Welt", sprach ebenfalls mit der AZ und bezeichnete die Geschichten um ein geheimes Grab als "frei erfunden". Sie erläuterte, dass mehr als 20 Mitglieder der Königsfamilie in der St. George's Chapel beigesetzt seien, darunter auch Elizabeths Vater, Mutter und Schwester. Die Gedenkkapelle für King George VI. wurde 1962 auf ihren Wunsch hin errichtet, um die Familie zu vereinen. Malun bestätigte, dass Prinz Philip nach seinem Tod zunächst im Royal Vault beigesetzt und nach dem Ableben der Queen 2022 an ihre Seite in die Kapelle überführt wurde. "Eine romantische Vorstellung, die von der Malta-Geschichte nicht übertroffen werden kann", so die Expertin.
Fazit: Queen ruht in Windsor, Gerüchte entkräftet
Zum 100. Geburtstag von Queen Elizabeth II. am 21. April 2026 werden zahlreiche Menschen nach Windsor reisen, um der Monarchin zu gedenken. Nach der umfassenden AZ-Recherche und den einhelligen Aussagen der Expertinnen steht fest: Die Gerüchte um ein leeres Grab oder eine geheime Beisetzung auf Malta sind haltlos. Die Queen wurde, wie von ihr gewünscht, in der St. George's Chapel in Windsor beigesetzt, wo sie nun gemeinsam mit Prinz Philip ruht. Diese Faktenlage macht deutlich, dass die Spekulationen der Klatschpresse keiner seriösen Grundlage standhalten.



