Mit der Hand in der Hose und dem Charme eines frustrierten Schuhverkäufers hat Sänger Ross Antony in der RTL-Show „Let's Dance“ für eine Zeitreise in die 1990er Jahre gesorgt. Der 51-Jährige verwandelte sich für seinen Tanz – einen Slowfox – überraschend in die legendäre Sitcom-Figur Al Bundy, bekannt aus der Comedy-Serie „Eine schrecklich nette Familie“ (1987-1997). Tanzpartnerin Mariia Maksina schlüpfte in das Outfit von Al Bundys Serien-Ehefrau Peggy Bundy. Getanzt wurde zu „Love and Marriage“ von Frank Sinatra, dem Titelsong des einstigen Kult-Formats.
Das Erstaunliche: Der Tanz hätte leicht als Witz-Veranstaltung von der Jury abgestraft werden können – wurde er aber nicht. Slowfox sei ein wirklich schwerer Tanz, erklärte der stets strenge Juror Joachim Llambi. Trotz des amüsanten Themas habe ihn Antony ernst genommen – das habe ihm sehr gut gefallen. Llambi geriet regelrecht ins Schwärmen: „Du hast eine tolle Fußarbeit getanzt.“ Antony war selbst perplex angesichts des Lobs. „Sprachlos“ sei er. Er habe das nicht erwartet. Am Ende gab es 24 Punkte – ein sehr guter Wert.
Antony berichtete, dass er „Eine schrecklich nette Familie“ einst gern geschaut habe. Allerdings sähe er selbst nun wirklich nicht wie Al Bundy aus. Moderator Daniel Hartwich hatte auch eine andere Interpretation. „Mich irritiert, dass du heute ein bisschen aussiehst wie Christian Lindner“, sagte er.
Vorbild Ed O’Neill – Lars Riedel
Die ganze Ausgabe der Tanz-Show stand diesmal unter dem Motto „Iconic Let's Dance Dances“ – die Kandidaten mussten Tänze zeigen, die es in der Geschichte der Sendung schon einmal gegeben hatte. Und tatsächlich hatte auch die Al-Bundy-Inszenierung von Ross Antony ein Vorbild: Einst war Ex-Diskuswerfer Lars Riedel in die Rolle des Schuhverkäufers – im Original von Ed O’Neill gespielt – geschlüpft. Er bekam damals aber nur 22 Punkte.
Für Antony war es zugleich die erste Show nach einem folgenschweren Missgeschick. Tanzpartnerin Mariia Maksina hatte ihn eine Woche zuvor mit dem Ellenbogen an der Augenbraue erwischt. Das führte zu einer blutenden Wunde, mitten im laufenden Tanz. Antony nahm den Zwischenfall mit Humor: Beim Training für den Al-Bundy-Tanz erschien er mit einem Helm.



