Das letzte Urteil gesprochen: RTL wirft 'Richterin Barbara Salesch' raus
Nach vier Jahren und acht Staffeln im TV-Comeback scheinen nun endgültig die Lichter im Gerichtssaal von Richterin Barbara Salesch auszugehen. Die ikonische TV-Richterin mit den markanten rot-orangen Haaren, die seit 1999 mit Unterbrechungen im Fernsehen für Gerechtigkeit sorgt, hat ihre letzte Folge für RTL abgedreht.
Emotionaler Abschied nach 650 Folgen
Wie die Zeitschrift 'Bunte' berichtet, wurde kürzlich im Kölner Studio die letzte Folge der achten Staffel von 'Barbara Salesch – Das Strafgericht' produziert. Der finale Drehtag gestaltete sich besonders emotional: Mehrere Produktionsmitarbeiter übernahmen Komparsenrollen, um die 75-jährige Richterin zu überraschen.
Der Aufenthaltsraum wurde festlich dekoriert mit Luftballons und einem Plakat, das die Bilanz der Zusammenarbeit zeigte: '4 Jahre, 8 Staffeln, 650 Folgen und das tollste Team ever! Go Team Salesch!' Nach Drehschluss fand auf dem Parkplatz vor dem TV-Studio noch ein gemeinsames Grillen statt, um den Abschied gebührend zu feiern.
RTL hält sich Optionen offen
Obwohl die Produktion aktuell beendet wurde, hat sich RTL die Möglichkeit für weitere Staffeln offengehalten. Die Einschaltquoten der Sendung bleiben nach wie vor beachtlich: Selbst bei den Wiederholungen um 11 Uhr schalten regelmäßig mehr als eine Million Zuschauer ein. Mit den bereits abgedrehten Folgen kann der Sender die Sendeplätze bis weit ins nächste Jahr bestücken – die neuen Folgen werden montags bis freitags um 15 Uhr ausgestrahlt.
Vom Comeback zur erneuten Pause
Barbara Salesch war von 1999 bis 2012 bereits als TV-Richterin aktiv und drehte in dieser Zeit über 2.000 Folgen. Nach einer zehnjährigen Pause, in der sie einen Hof mit Ateliers, Werkstätten und Galerie kaufte und ihr Kunststudium fortsetzte, kehrte sie 2022 überraschend zurück. Zunächst hatte sie eine Anfrage ihrer alten Produktionsgesellschaft für ein Comeback sogar rigoros abgelehnt.
Nach längerem Nachdenken sagte sie dann doch zu und bereut diese Entscheidung bis heute nicht. 'Heutzutage wird alles irgendwo fotografiert, gefilmt und gespeichert. Und es wird gechattet, dass es ein Vergnügen ist. Wunderbare Beweismittel', so die erfahrene Richterin über die Veränderungen seit ihrem ersten TV-Auftritt.
Die Zukunft der Gerichtsshow bleibt damit vorerst ungewiss, während die bereits produzierten Folgen noch lange die Nachmittagsprogramme von RTL bereichern werden.



