Hundeprofi Martin Rütter tobt: ARD und ZDF verweigern Paralympics-Übertragung
Der bekannte Hundetrainer Martin Rütter hat in einem aktuellen Podcast heftige Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF geäußert. Auslöser ist deren Entscheidung, die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele 2026 in Italien nicht im Hauptprogramm zu zeigen. Rütter bezeichnete die Verantwortlichen in deutlichen Worten als "Arschgeigen" und löste damit eine hitzige Debatte aus.
Paralympics-Eröffnung fällt TV-Sendern zum Opfer
Die Paralympischen Winterspiele fanden vom 6. bis zum 16. März 2026 in Italien statt. Während die Wettkämpfe übertragen wurden, entschieden sich ARD und ZDF gegen eine Live-Übertragung der Eröffnungsfeier am 6. März im Hauptprogramm. Diese Entscheidung begründeten die Sender mit der Zulassung von Athleten aus Russland und Belarus durch das Internationale Paralympische Komitee trotz des andauernden Ukraine-Kriegs.
Für Martin Rütter ist diese Vorgehensweise völlig inakzeptabel. Im Podcast "Tierisch Menschlich" äußerte er seinen Unmut deutlich: "Ich finde schon, dass es die Verpflichtung der öffentlich-rechtlichen Anstalten ist, eine solche Veranstaltung zu zeigen. Es ist ja lächerlich." Der Hundeprofi betonte, dass er zwar das politische Statement gegen Russland verstehen könne, die Nicht-Übertragung der Eröffnungsfeier aber ein komplett falscher Ansatz sei.
Rütter sieht doppelte Standards bei Sportveranstaltungen
Besonders empört zeigt sich Rütter über die unterschiedliche Behandlung von Olympischen Spielen und Paralympics. "Was soll denn diese Scheiße? Möchte ich mal sehen, was passiert, wenn bei den Olympischen Spielen die Eröffnungsfeier nur im Live-Stream gezeigt wird. Da will ich aber mal den Volksaufstand sehen", wetterte der 55-Jährige. Er kritisierte, dass bei den Paralympics stattdessen lieber die "35. völlig sinnentleerte Krimiserie" gezeigt werde – eine klare Anspielung auf die Freitagskrimireihe "Mordufer", die am 6. März im ZDF lief.
Rütter erkennt in dieser Entscheidung eine große Ungerechtigkeit gegenüber den paralympischen Athleten, die jahrelang für ihren Auftritt trainiert haben. Seiner Meinung nach werden Menschen mit Behinderung hier systematisch benachteiligt und ihre Leistungen nicht angemessen gewürdigt.
Podcast-Kollegin widerspricht: Streit entfacht sich
Die hitzige Diskussion eskalierte weiter, als Rütters Podcast-Kollegin und gute Freundin Katharina Adick Partei für die öffentlich-rechtlichen Sender ergriff. Die Journalistin zeigte Verständnis für Rütters Frust, verteidigte aber gleichzeitig die Entscheidung von ARD und ZDF. "Ich fühl mich da ein bisschen mit angesprochen", erklärte Adick und versuchte, die Beweggründe der Sender nachvollziehbar zu machen.
Dies kam bei Martin Rütter überhaupt nicht gut an. "Katharina?! Das ist jetzt aber ne sehr dünne Argumentation", konterte er scharf. Daraufhin entfachte sich ein mehrere Minuten langes Streitgespräch zwischen den beiden, die normalerweise als "Herz und Seele" gelten.
Rütter steht zu seiner deutlichen Wortwahl
Katharina Adick kritisierte insbesondere Rütters Wortwahl und fand es nicht in Ordnung, dass er die Entscheidungsträger als "Arschgeigen" bezeichnete. Doch der Hundeprofi blieb bei seiner Aussage: "Pass mal auf, mich stört das gar nicht. Weil ich finde, man darf Dinge auch mal klar beim Namen nennen", verteidigte er sich.
Rütter begründete seine harte Kritik damit, dass die Verantwortlichen bewusst und proaktiv entschieden hätten, die Eröffnungsfeier nicht zu zeigen und die Wettkämpfe nur rudimentär zu übertragen. "Dann ist das für mich eine Arschgeige, die so denkt. Und das werde ich auch immer wieder so aussprechen", bekräftigte er seine Position.
Erst als die beiden im weiteren Verlauf der Podcast-Folge auf andere Themen zu sprechen kamen, legte sich das verbale Feuer wieder. Die grundsätzliche Meinungsverschiedenheit blieb jedoch ungelöst und zeigt, wie emotional die Debatte um die Paralympics-Berichterstattung geführt wird.



