Schweriner Podcast erreicht Meilenstein mit 150. inspirierenden Folgen
Die beiden Schweriner Podcaster Claus Oellerking und Andreas Lußky haben einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht: Ihre Sendung „Man müsste mal...“ hat nun die 150. Folge veröffentlicht. Alle zwei Wochen am Sonntag stellen sie in ihrem Podcast Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern vor, die besondere Dinge wagen und umsetzen.
Jubiläumsfolge mit weltreisender Lehrerin
Die 150. Ausgabe ist eine besondere Jubiläumsfolge, in der die Podcaster mit Ricarda Wilhelm sprechen. Die ehemalige Rostocker Lehrerin und Schulleiterin hat mit Ende 40 gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Stefan ihr Haus verkauft, um mit einem Segelboot auf Weltreise zu gehen. Nach Probetouren auf der Ostsee segelten sie durch den Golf von Biskaya, passierten den Panamakanal und bereisten den Pazifik bis nach Polynesien.
„Ricarda schreibt heute Reisebücher und arbeitet bereits an ihrem 13. Werk“, erzählt Claus Oellerking. Obwohl es ihnen in Polynesien so gut gefiel, dass sie dort bleiben wollten, entschieden sie sich schließlich für Portugal als neuen Lebensmittelpunkt, um näher bei Familie und Freunden zu sein.
Vielfältige Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern
Seit Sommer 2019 produzieren Oellerking und Lußky ihren Podcast als Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander – Ma’an, der sich in Schwerin für das Zusammenleben verschiedener Menschen engagiert. Ihr Format nennen sie liebevoll „Küchengespräche“ – lockere Unterhaltungen, die fast ungeschnitten bleiben.
Die Bandbreite der Gäste ist enorm:
- Ein Organspender berichtet aus seinem Leben
- Frauen erinnern sich an den DDR-Wochenkindergarten
- Ein Alkoholiker spricht offen über seine Erfahrungen
- Rettungsschwimmer, Sternenfotografen und Start-up-Gründer teilen ihre Geschichten
Besondere Aufmerksamkeit für bewegende Themen
Eine Doppelfolge widmeten die Podcaster dem Autor Matthias Baerens und seinem Buch „Trauer unter Kontrolle“, das sich mit einem Flugzeugabsturz vor 40 Jahren beschäftigt, bei dem fast eine ganze Schulklasse aus Schwerin ums Leben kam. Diese Folge erregte in sozialen Medien besondere Aufmerksamkeit.
Viele Gäste hatten vor ihrer Podcast-Teilnahme noch nie vor einem Mikrofon gesprochen. „Die sind dann mitunter schrecklich aufgeregt. Viele Leute sind es gewohnt anzupacken, aber nicht, darüber zu reden“, weiß Claus Oellerking. Durch vorherige lockere Gespräche gelingt es jedoch, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Weitere Projekte und Zukunft des Podcasts
Trotz des erheblichen Zeitaufwands – viele Stunden ihrer Freizeit investieren die beiden in das Projekt – wollen Oellerking und Lußky weitermachen. Schon jetzt haben sie neue Geschichten in der Pipeline, darunter die einer Frau aus Aachen, die nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen ist und eine Selbsthilfegruppe für Eltern von Kindern mit ADS und ADHS in Schwerin gegründet hat.
„Wieder jemand, der nicht bei ‚Man müsste mal‘ stehen bleibt, sondern da erst anfängt“, freut sich Claus Oellerking über solche Initiativen. Im Herbst planen die Podcaster ein Vernetzungstreffen mit allen bisherigen Gästen, ähnlich dem erfolgreichen letzten Treffen mit Livemusik und freudigen Wiedererkennungen.
Der Podcast „Man müsste mal...“ ist auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, iTunes und podcast.de verfügbar und bietet regelmäßig Einblicke in das Leben engagierter Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern.



