Sedlaczek über Arbeit mit Schweinsteiger und Umgang mit Nagelsmann
Sedlaczek: Keine Gedanken über Vergleiche mit Legenden

Esther Sedlaczek, bekannt als Moderatorin und Kollegin von Bastian Schweinsteiger, hat sich in einem Interview mit der AZ klar von Vergleichen mit legendären Moderatoren-Duos distanziert. „Ich mache mir darüber keine Gedanken“, sagte sie und betonte, dass Vergleiche immer hinkten. Die Chemie zwischen ihr und Schweinsteiger beschrieb sie als spontan und humorvoll, aber nie geplant oder inszeniert. „Wir lachen übereinander und über uns selbst. Und wir nehmen uns danach nichts krumm“, so Sedlaczek.

Drittes Großereignis mit Schweinsteiger

Das Duo moderiert inzwischen das dritte Großereignis zusammen. Sedlaczek freut sich auf die Vorbereitung und das Team: „Wenn das passt, ist das unbezahlbar.“ Für eine WM-Doku war sie mit Thomas Hitzlsperger in den USA und Mexiko unterwegs, ohne Schweinsteiger. Dies habe nichts mit den Live-Übertragungen zu tun, erklärte sie. Aufgrund ihres kleinen Sohnes habe sie zeitliche Grenzen setzen müssen und sei nicht durchgehend mit Hitzlsperger unterwegs gewesen.

WM-Stimmung in den USA noch verhalten

Zur WM-Stimmung in den USA sagte Sedlaczek: „Ehrlich? Noch keine große. Die WM ist dort noch nicht wirklich präsent.“ Sie ist jedoch überzeugt, dass die Amerikaner als Meister der Euphorieerzeugung noch für Stimmung sorgen werden. Die größte Herausforderung der XXL-WM mit 48 Teams in drei Ländern sieht sie in den Distanzen: „Vier, fünf Stunden Flug, mehrere Zeitzonen, alle zwei Tage ein anderes Hotel – eine völlig andere Belastung.“ Gleichzeitig reizt sie die intensive Erfahrung, die USA in kürzester Zeit kennenzulernen.

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Politische Haltung und rote Linien

Auf die Frage nach politischen Äußerungen in ihren Moderationen, etwa mit Blick auf Donald Trump, antwortete sie: „Nein, das sollte man nicht. Aber wir erleben Konflikte, die so nah sind wie lange nicht mehr. Fußball soll verbinden, aber man muss Haltung zeigen.“ Persönliche rote Linien würden überschritten, wenn etwa über Krieg in Europa geschwiegen werde.

Umgang mit angefressenem Bundestrainer

Besonders herausfordernd war das Interview mit Julian Nagelsmann nach der 0:2-Niederlage in der WM-Quali gegen die Slowakei im Herbst 2025. Sedlaczek betonte, dass inhaltliche Vorbereitung wichtig sei, aber vor allem das Lesen der Situation. „Manchmal macht mich das nervös, aber nicht aus Angst, sondern aus Respekt.“ Sie vertraue ihrer Erfahrung und Empathie. Wenn ein Trainer in die Deckung gehe, versuche sie, ihn herauszuholen, verstehe aber auch den Schutz der Mannschaft. Bei offensichtlich schlechter Leistung wolle sie keine Schönfärberei. Auf schroffe Reaktionen reagiere sie mit innerer Distanz: „Nichts persönlich nehmen. Und wenn Nachhaken nötig ist, mache ich das ganz ruhig.“

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