SPIEGEL WISSEN sucht Brückenbauer für die Gesellschaft
In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen und politischer Polarisierung wird der Ruf nach Verbindung und Zusammenhalt immer lauter. Der Satz, dass eine Gesellschaft von den Verbindungen zwischen Menschen lebt, klingt zwar selbstverständlich, ist es in der heutigen Realität jedoch keineswegs. Ob wir einander die Hand reichen oder Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten bauen, entscheidet maßgeblich über die Stärke und Widerstandsfähigkeit unserer Gemeinschaft.
Wettbewerb für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Unter dem Motto "Wir schaffen Verbindungen" schreibt SPIEGEL WISSEN in Kooperation mit dem Handelsunternehmen BAUHAUS den Social Design Award 2026 aus. Bis zum 31. August 2026 können Projekte eingereicht werden, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv stärken und Brücken zwischen verschiedenen Gruppen bauen. Zu gewinnen sind ein Jurypreis und ein Publikumspreis, die jeweils mit 2.500 Euro dotiert sind.
Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath warnt vor einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung: "Wir bewegen uns immer rascher weg von der Mitte und hin zu den Rändern." Diese Entwicklung zeigt sich in zahlreichen Konfliktlinien: Autofahrer gegen Radfahrer, junge gegen alte Generationen, städtische gegen ländliche Räume. Umso dringender ist es, gezielt Verbindungen zu schaffen – besonders zu Menschen mit anderen Haltungen, Biografien und Lebenswelten.
Vorbilder aus vergangenen Wettbewerben
Im Vorjahr stand der Wettbewerb unter dem Motto "Unsere Kinder, unsere Zukunft". Die Preisträger zeigen beispielhaft, wie soziales Engagement Brücken bauen kann:
- Der Sportclub Tegernsee gewann den Jurypreis für die Ausbildung ehrenamtlicher Badeaufsichten, die den Betrieb des örtlichen Freibads sicherstellen.
- "Kjells Wunderland" erhielt den Publikumspreis und ermöglicht Familien mit schwerstkranken Kindern kostenlose Urlaubstage.
- Die Werkstatt des Kinderhospizes "Pusteblume" wurde mit dem Sonderpreis von BAUHAUS ausgezeichnet.
Expertenjury bewertet die Einreichungen
Eine hochkarätige Jury wird über die eingereichten Projekte entscheiden:
- Patrick Bombis, Geschäftsführer BAUHAUS GmbH & Co. KG Nord
- Friedrich von Borries, Künstler und Professor für Designtheorie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg
- Thorsten Dörting, Mitglied der Chefredaktion DER SPIEGEL
- Robert Köhler, Leiter Marketingkommunikation bei BAUHAUS
- Jolanthe Kugler, Chef-Kuratorin des Museum of Contemporary Design and Applied Arts in Lausanne
- Philipp Löwe, SPIEGEL-Redakteur im Ressort Leben
- Marianne Wellershoff, Blattmacherin SPIEGEL Wissen und SPIEGEL Coaching
Der Social Design Award 2026 versteht sich als aktiver Beitrag gegen gesellschaftliche Fragmentierung. In einer Zeit, in der ökonomische Unsicherheiten und politische Spannungen zunehmen, sind Initiativen gefragt, die Menschen zusammenbringen und gemeinsame Perspektiven entwickeln. Die Bewältigung aktueller Krisen und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft hängen maßgeblich davon ab, ob es gelingt, Brücken zu bauen statt Gräben zu vertiefen.



