Empörung über KI-generiertes Jesus-Bild: Trump rudert nach Kritik zurück
Ein künstlich intelligentes Foto, das Donald Trump als Jesus Christus zeigt, hat für massive Aufregung gesorgt. Selbst treue Anhänger des US-Präsidenten zeigten sich entsetzt über die vermeintliche Blasphemie. Das Bild wurde am Sonntag auf der Plattform Truth Social veröffentlicht, doch nach heftiger Kritik löschte Trump es umgehend und versuchte, die Situation mit einer ungewöhnlichen Erklärung zu entschärfen.
Trump erklärt KI-Bild als Darstellung eines heilenden Arztes
In einer Stellungnahme betonte Donald Trump, dass das Bild ihn nicht als Jesus, sondern als Arzt darstellen sollte, der Menschen gesund macht. "Es soll mich als Arzt zeigen, der Menschen wieder gesund macht. Und ich mache Menschen gesund. Ich mache Menschen sehr viel gesünder", so der US-Präsident. Diese Interpretation stieß jedoch bei vielen Christen, darunter auch Unterstützern aus seinem eigenen Lager, auf völliges Unverständnis und Ablehnung.
Reaktionen aus der christlichen Community fielen deutlich aus:
- "Das ist schrecklich, das ist eklig, das ist blasphemisch. Das ist typisch für ihn."
- "Das war schlimm, wirklich schlimm."
- "Ich werde für ihn beten, mehr kann ich dazu nicht sagen."
Hintergrund: Eskalierender Schlagabtausch mit Papst Leo
Die Veröffentlichung des KI-Bildes erfolgte im Kontext eines wochenlangen Streits zwischen Donald Trump und Papst Leo. Die Auseinandersetzung eskalierte am Sonntag und drehte sich unter anderem um den Irankrieg. Trump äußerte sich kritisch über das Oberhaupt der katholischen Kirche: "Ich bin kein großer Fan von Papst Leo. Er ist ein sehr liberaler Mensch und jemand, der nicht daran glaubt, dass man Verbrechen bekämpfen sollte."
Einen Tag später reagierte Papst Leo während eines Flugs nach Algerien auf die Vorwürfe. Der Pontifex betonte, dass er sich weder vor der Trump-Regierung fürchte noch davor scheue, die Botschaft des Evangeliums laut zu verkünden. "Zu viele Menschen leiden heute in der Welt. Zu viele unschuldige Menschen werden getötet. Und ich denke, jemand muss aufstehen und sagen: Es gibt einen besseren Weg, dies zu tun", so der Papst, was als direkter Seitenhieb an den US-Präsidenten interpretiert wurde.
Weitere Provokationen in sozialen Medien
Neben dem KI-Bild postete Donald Trump am Sonntagabend einen weiteren Beitrag, in dem er Papst Leo als "schwach im Umgang mit Kriminalität" und "katastrophal in der Außenpolitik" bezeichnete. Diese Äußerungen verschärften die angespannte Lage zusätzlich und führten zu weiteren Diskussionen über die Grenzen politischer und religiöser Provokationen.
Die gesamte Episode unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Trump-Administration und religiösen Institutionen. Sie zeigt auch, wie künstliche Intelligenz in politischen Auseinandersetzungen eingesetzt wird und welche ethischen Fragen dies aufwirft. Die Reaktionen aus der christlichen Gemeinschaft machen deutlich, dass selbst in Trump-nahen Kreisen bestimmte Grenzen respektiert werden.



