Experte fordert UKW-Abschaltung: 100 Millionen Euro Einsparung für Öffentlich-Rechtliche möglich
UKW-Abschaltung könnte 100 Millionen Euro sparen

Experte aus Sachsen-Anhalt fordert Abschaltung von UKW: 100 Millionen Euro Einsparung für Öffentlich-Rechtliche möglich

Die ARD-Anstalten und Deutschlandradio übertragen ihre Radioprogramme derzeit sowohl analog über Ultrakurzwelle als auch digital im DAB+-Format. Diese Doppelausstrahlung verursacht erhebliche Kosten, wie die Rundfunk-Finanzkommission KEF in einer aktuellen Berechnung aufzeigt. Ein Experte aus Sachsen-Anhalt betont nun das enorme Einsparpotenzial.

Finanzielle Vorteile durch Umstieg auf DAB+

Nach den Berechnungen der KEF könnten ARD und Deutschlandradio innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren rund 100 Millionen Euro einsparen, wenn sie ihre Programme ausschließlich im Digitalformat DAB+ ausstrahlen würden. Kay Barthel, Mitglied der Finanzkommission und Präsident des Rechnungshofs von Sachsen-Anhalt, erklärte gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung: „Wir könnten sehr leicht Kosten senken.“ Die Abschaltung der analogen UKW-Übertragung würde demnach nicht nur die finanzielle Belastung reduzieren, sondern auch die Effizienz der Rundfunklandschaft steigern.

Weitere Herausforderungen neben den Kosten

Die KEF weist jedoch darauf hin, dass mit der Umstellung auf DAB+ zusätzliche Probleme verbunden sein könnten. Dazu gehören mögliche Hürden bei der flächendeckenden Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, sowie die Notwendigkeit, ältere Hörerinnen und Hörer mit analogen Geräten zu erreichen. Die Kommission betont, dass eine sorgfältige Planung und Kommunikation erforderlich ist, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

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Die Diskussion um die Zukunft des UKW-Radios gewinnt vor dem Hintergrund der Digitalisierung und steigender Kosten für die öffentlich-rechtlichen Sender an Bedeutung. Experten wie Barthel fordern eine zügige Entscheidung, um die finanziellen Ressourcen besser zu nutzen und die technologische Entwicklung voranzutreiben.

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