US-Flugkörper traf Ziel nahe iranischer Mädchenschule - Zweifel an Trumps Darstellung
US-Flugkörper traf Ziel nahe Mädchenschule - Zweifel an Trump

US-Flugkörper traf Ziel nahe iranischer Mädchenschule - Zweifel an Trumps Darstellung

Investigativjournalisten haben erhebliche Zweifel an der Behauptung von US-Präsident Donald Trump geäußert, der Iran selbst sei für die verheerende Bombardierung einer Mädchenschule mit etwa 170 Toten verantwortlich. Rechercheteams der New York Times und der Plattform Bellingcat kamen unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass ein von der iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichtes Video den Einschlag eines US-Flugkörpers in unmittelbarer Nähe der Schule in Minab zeigt.

Videobeweise widerlegen offizielle Darstellung

In dem nur wenige Sekunden langen Videoclip, der am Sonntag veröffentlicht wurde, ist deutlich zu erkennen, wie ein US-Tomahawk-Marschflugkörper am 28. Februar 2026 eine Einrichtung der iranischen Revolutionsgarde trifft. Die von den Journalisten sorgfältig überprüften Aufnahmen zeigen zudem, dass bereits Rauch aus der Umgebung der zerstörten Mädchenschule aufsteigt, was auf zeitgleiche Ereignisse hindeutet.

Die New York Times berichtet präzise, dass der US-Marschflugkörper einen Marinestützpunkt direkt neben der Bildungsstätte getroffen hat. „Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt“, stellt die renommierte Zeitung klar und unterstreicht damit die Herkunft der Waffe.

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Umfangreiche Untersuchung stützt neue Erkenntnisse

Eine umfassende Untersuchung, die Satellitenbilder, Social-Media-Beiträge und weitere Videomaterialien analysierte, legt nach Angaben der New York Times nahe, dass die schweren Schäden an der Mädchenschule zeitgleich mit den nun dokumentierten Angriffen auf den Marinestützpunkt verursacht wurden. Am besagten 28. Februar feuerte die US-Marine, wie Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte, Marschflugkörper des Typs Tomahawk auf iranische Streitkräfte.

Am Sonntag hatte Trump vor versammelten Journalisten den Iran beschuldigt, für die tragische Bombardierung der Mädchenschule verantwortlich zu sein: „Meiner Meinung nach und nach dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan.“ Verteidigungsminister Hegseth äußerte sich vorsichtiger und erklärte, der Vorfall werde noch intensiv untersucht, ohne jedoch die neuen Erkenntnisse der investigativen Recherchen zu kommentieren.

Die Schule in Minab liegt seit dem 28. Februar 2026 in Trümmern, ein Archivbild zeigt das erschütternde Ausmaß der Zerstörung. Die unabhängigen Ermittlungen werfen nun kritische Fragen zur Transparenz und Verantwortung im anhaltenden Iran-Konflikt auf und stellen die offizielle Darstellung der US-Regierung in Frage.

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