Papst Leo XIV. erteilt bei erster Osterfeier eindringliche Friedenslehre
Rom – In einer bewegenden und historischen ersten Osteransprache hat Papst Leo XIV. die internationale Gemeinschaft zu sofortiger Abrüstung und friedlichem Dialog aufgerufen. Vor einer beeindruckenden Menge von mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem ikonischen Petersplatz richtete das neu gewählte Oberhaupt der weltweit über 1,4 Milliarden Katholiken deutliche Worte an die Machthaber dieser Welt.
Appell zur Niederlegung der Waffen
„Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden!“ Mit diesen kraftvollen Sätzen eröffnete der Pontifex seine Botschaft. Er betonte ausdrücklich, dass es nicht um einen Frieden gehe, der durch Gewalt erzwungen werde, sondern um einen, der durch echten und aufrichtigen Dialog erreicht werden müsse. Diese Worte hallten unter dem strahlend blauen Himmel Roms wider und wurden live in zahlreiche Länder übertragen.
Warnung vor der Gewöhnung an Gewalt
Angesichts der zahlreichen andauernden Konflikte weltweit warnte Papst Leo XIV. eindringlich davor, sich an die allgegenwärtige Gewalt zu gewöhnen. „Wir finden uns damit ab und werden gleichgültig“, kritisierte er mit ernster Miene. Diese Gleichgültigkeit betreffe nicht nur den Tod Tausender unschuldiger Menschen, sondern auch die tiefgreifenden Folgen von Hass und Spaltung, die solche Auseinandersetzungen nach sich ziehen.
Der Papst wies zudem auf die oft übersehenen wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen hin, die von Konflikten verursacht werden und doch jeden Einzelnen von uns betreffen. Seine Worte sollten ein Weckruf sein, die menschlichen Kosten politischer und militärischer Auseinandersetzungen nicht länger zu ignorieren.
Historischer Segen Urbi et Orbi
Im Anschluss an seine ergreifende Ansprache spendete Papst Leo XIV. erstmals in seiner Amtszeit an Ostern den traditionellen Segen Urbi et Orbi – „Der Stadt und dem Erdkreis“. Diese Zeremonie markiert einen bedeutenden Moment in seinem noch jungen Pontifikat, das im Mai des vergangenen Jahres begann. Sein Vorgänger, Papst Franziskus, war am Ostermontag des Vorjahres im hohen Alter von 88 Jahren verstorben.
Nach vorsichtigen Schätzungen nahmen an der feierlichen Ostermesse unter optimalen Wetterbedingungen mehr als 40.000 Menschen teil. Die Atmosphäre war von Hoffnung und Andacht geprägt, während die Gläubigen die Worte ihres neuen geistlichen Führers in sich aufnahmen.
Ein neues Kapitel für die katholische Kirche
Die erste Osterfeier von Papst Leo XIV. stellt nicht nur einen persönlichen Meilenstein dar, sondern leitet auch ein neues Kapitel für die globale katholische Gemeinschaft ein. Seine klare Fokussierung auf Frieden, Dialog und die Ablehnung von Gewalt setzt einen deutlichen Akzent für seine zukünftige Amtsführung. Die internationale Übertragung der Messe unterstrich die Reichweite seiner Botschaft, die weit über die Grenzen des Vatikans hinausreicht.



