Sozialarbeiterin nach Einbruch in Kleiderkammer entsetzt: „Das war ein Vertrauensbruch“
Einbruch in Uckermark: Sozialarbeiterin schockiert über Vertrauensbruch

Schock in der Uckermark: Kleiderkammer für Bedürftige ausgeraubt

Marion Deniz, eine engagierte Sozialarbeiterin in der Uckermark, steht fassungslos vor der aufgehebelten Balkontür ihrer Einrichtung. „Das war jemand, der sich bei uns auskannte“, sagt sie mit zitternder Stimme. In der Nacht zuvor hatten Unbekannte die „Kinder-Service-Stelle“ am Prenzlauer Georg-Dreke-Ring gestürmt und die Geldkassetten geplündert. Mehr als 1000 Euro, die eigentlich für die Deckung der monatlichen Betriebskosten von 400 Euro gedacht waren, wurden gestohlen.

Ein schäbiger Akt gegen die Hilfsbereitschaft

Die Kleiderkammer, die seit fast zwei Jahrzehnten in einem Plattenbau untergebracht ist, bietet gebrauchte Kleidung für Bedürftige zu symbolischen Preisen von zwei bis vier Euro an. „Mit Second Hand ist hier kein Gewinn zu machen, und darum geht es auch nicht“, betont Deniz. Die Einnahmen dienen ausschließlich dazu, die laufenden Kosten der sozialen Einrichtung zu decken. Umso härter trifft der Diebstahl die 65-jährige Vereinschefin und ihr Team.

Nach dem Einbruch verwüsteten die Täter zusätzlich das Büro von Marion Deniz. „Das ist einfach nur schäbig und muss bestraft werden“, empört sich die Sozialarbeiterin. Sie vermutet, dass der oder die Täter aus dem Kreis der Besucher oder Helfer stammen könnten – Menschen, denen die Einrichtung selbst schon geholfen hat. „Wir haben unseren Verdacht der Polizei mitgeteilt, die zahlreiche Spuren sichern konnte“, so Deniz.

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Sofortmaßnahmen und ein tiefes Loch im Budget

Als erste Konsequenz aus dem Vorfall hat die Firma Enertrag eine Spende für einen Tresor bereitgestellt, um künftige Einnahmen besser zu schützen. Parallel wurden Fenster und Balkontür mit zusätzlichen Schlössern gesichert. Doch die gestohlenen 1000 Euro haben ein finanzielles Loch gerissen, das die Zukunft der Kleiderkammer gefährdet. „Wir wissen noch nicht, wie wir das stopfen sollen“, gesteht Deniz.

Fast noch schwerer wiegt der emotionale Schaden. „Beim Türöffnen haben wir jetzt jedes Mal ein mulmiges Gefühl“, beschreiben Marion Deniz und ihre Kollegin den Vertrauensverlust. Die Tat hat nicht nur die monetäre Basis, sondern auch das Sicherheitsgefühl in der sozialen Arbeit erschüttert. Die Polizei ermittelt weiter, während die Einrichtung um ihr Überleben kämpft.

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