Rentenplus: Neue Verdienstgrenze bringt Millionen Rentnern mehr Geld
In Deutschland erhalten Millionen Rentnerinnen und Rentner bald mehr finanzielle Spielräume. Eine seit Anfang 2026 geltende Regel ermöglicht es ihnen, höhere Zuverdienste zu erzielen, was angesichts steigender Lebenshaltungskosten eine wichtige Entlastung darstellt.
Die Herausforderungen für Rentner in Deutschland
Laut der Deutschen Rentenversicherung leben in Deutschland etwa 21 Millionen Rentner. Diese Gruppe kämpft mit den gleichen finanziellen Belastungen wie alle Bürger: steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und galoppierende Spritpreise. Allerdings haben Rentner vergleichsweise weniger Einfluss auf ihr Einkommen, da sie sich im Ruhestand befinden.
Zwar steigen die Renten ab Juli um 4,24 Prozent – ein stärkerer Anstieg als von Experten prognostiziert, wie das Bundesarbeitsministerium in Berlin mitteilte. Dennoch reicht die Rente oft nicht aus, um den Monat entspannt zu überstehen. Viele Rentner müssen genau abwägen, was sie sich leisten können.
Bezeichnend sind die regionalen Unterschiede: In Ostdeutschland liegen die Renten im Schnitt bei 1350 Euro monatlich, während sie in südwestlichen und westlichen Bundesländern durchschnittlich nur 1160 Euro betragen. Diese Summen müssen neben eventuellen Ersparnissen für den Alltag reichen, während beispielsweise in der Gastronomie die Preise für beliebte Gerichte wie Schnitzel deutlich gestiegen sind.
Die neue Regel: Mehr Verdienstmöglichkeiten für Rentner
Viele Rentner wollen sich aufgrund der überschaubaren Renten und hohen Lebenshaltungskosten etwas dazuverdienen. Laut dem Statistischen Bundesamt waren Ende Oktober 2025 etwa 13 Prozent aller Rentner zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig. Davon gaben 50 Prozent an, geringfügig beschäftigt zu sein – also in einem Minijob mit einem monatlichen Entgelt von bis zu 603 Euro.
Bei rund 1,4 Millionen erwerbstätigen Rentnern in Deutschland entspricht das etwa 700.000 Personen, die von Mecklenburg-Vorpommern bis Baden-Württemberg und von Niedersachsen bis Bayern einem Minijob nachgehen.
Die erhöhte Minijob-Grenze ab 2026
Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs stieg Anfang 2026 von 556 Euro auf 603 Euro. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt auf ihrer Website: „Grund hierfür ist die Kopplung an die Entwicklung des Mindestlohns: Dieser steigt 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro und damit auch die Minijob-Grenze.“
Im Minijob gilt: brutto gleich netto. Das bedeutet, dass Rentner, die ein Nebeneinkommen bis zu 603 Euro monatlich beziehen, keine Steuern darauf zahlen müssen. Diese Regelung bietet eine einfache und steuerfreie Möglichkeit, das Haushaltseinkommen aufzubessern.
Die neue Verdienstgrenze ist somit eine konkrete finanzielle Erleichterung für Millionen Rentner, die trotz Rentenerhöhungen mit knappen Budgets kämpfen. Sie ermöglicht mehr Flexibilität und Sicherheit im Alltag.



