1.600 Unterschriften gegen Gewerbegebiet bei Aschersleben übergeben
1.600 Unterschriften gegen Gewerbegebiet übergeben

Das geplante interkommunale Gewerbegebiet zwischen Aschersleben und Winningen sorgt weiterhin für hitzige Debatten. Nun haben mehr als 1.600 Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut mit einer Unterschriftensammlung bekundet. Die Listen wurden am Dienstag im Stadtrat an Oberbürgermeister Steffen Amme übergeben. Die Initiative richtet sich gegen das Vorhaben, auf rund 350 Hektar Ackerfläche an der Bundesstraße 180 ein großflächiges Gewerbegebiet zu errichten.

Protest gegen Flächenverbrauch

Die Kritiker befürchten den Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Nutzfläche und eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. „Wir wollen nicht, dass unsere fruchtbaren Böden für immer versiegelt werden“, sagte ein Sprecher der Bürgerinitiative. Die Befürworter hingegen sehen in dem Projekt eine Chance für wirtschaftliche Entwicklung, neue Arbeitsplätze und höhere Gewerbesteuereinnahmen für die beteiligten Kommunen Aschersleben, Seeland, Arnstein und Falkenstein.

Wie geht es weiter?

Oberbürgermeister Amme nahm die Unterschriften entgegen und versprach, sich mit den Anliegen der Bürger auseinanderzusetzen. Der Stadtrat wird sich in den kommenden Wochen erneut mit dem Thema befassen. Ob das Gewerbegebiet wie geplant realisiert wird oder ob es zu Änderungen kommt, bleibt abzuwarten. Die Diskussion zeigt die tiefe Spaltung in der Region zwischen wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz.

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