Der Berliner Senat treibt die Planungen für das neue Stadtquartier „Stadteingang West“ voran. Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) gab bekannt, dass auf dem Areal künftig rund 5.000 Menschen leben sollen. Das Projekt umfasst eine Fläche von etwa 45 Hektar, die sich zwischen den S-Bahnhöfen Westkreuz und Grunewald erstreckt. Dort sollen mindestens 2.400 neue Wohnungen entstehen. Der Senat hat bei seiner jüngsten Sitzung den Rahmenplan für das Vorhaben beschlossen.
Kernbereich ist der ehemalige Güterbahnhof Grunewald
Das neue Stadtquartier konzentriert sich auf das Gelände des früheren Güterbahnhofs Grunewald. Die Umsetzung des Neubauprojekts soll das landeseigene Wohnungsunternehmen Howoge übernehmen. Allerdings ist die Verwirklichung noch Zukunftsmusik: Nach Angaben von Gaebler ist die weitere Entwicklung für die nächsten zehn Jahre vorgesehen. Das Areal bietet zudem Platz für ein olympisches Dorf, falls Berlin sich um die Ausrichtung Olympischer oder Paralympischer Spiele bewirbt. Gaebler betonte, dass eine solche Bewerbung die Dynamik des Bauprojekts erheblich beschleunigen könnte. Geplant ist, einen Teil der Wohnungen zunächst für die Unterbringung von Athletinnen und Athleten zu nutzen und anschließend regulär zu vermieten.
Autobahnplanung als Auslöser
Hintergrund der Pläne ist unter anderem der geplante Ersatzneubau des Autobahndreiecks Funkturm in Charlottenburg-Wilmersdorf. Diese Maßnahme ermöglicht erst die Erschließung der bisher schwer zugänglichen Flächen und macht das neue Stadtquartier realisierbar.



