DDR-Hochhaus in Neubrandenburg: Finaler Rückbau startet nach Ostern
Das markante DDR-Hochhaus in der Neubrandenburger Waagestraße wird nicht mehr lange das Stadtbild prägen. Nach jahrelangen Vorbereitungen steht nun der finale Abriss des Gebäudes unmittelbar bevor. Der Rückbau soll aller Voraussicht nach in der Woche nach Ostern beginnen, wie Neuwoges-Sprecher Matthias Trenn dem Nordkurier mitteilte.
Verzögerungen bei der Demontage
Ursprünglich war geplant, dass die erste Platte des Plattenbaus bereits in der zweiten Märzwoche entfernt werden sollte. Die Demontage der Dachhaut hat jedoch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, erklärte Matthias Trenn. Seit dem 26. März werden die Dachplatten systematisch abgetragen, was den Zeitplan leicht verschob.
Das Hochhaus, das zwischen 1966 und 1968 errichtet wurde, galt einst als Prestigeobjekt der DDR-Zeit. Mit einer Länge von 55 Metern, einer Höhe von 33 Metern und einer Breite von 17,5 Metern verkörperte es sozialistische städtebauliche Visionen. Doch in den letzten Jahren wurde das Gebäude als städtebaulicher Missstand eingestuft.
Jahrelanger Prozess bis zum Abriss
Die Entscheidung für den Abriss fiel bereits im Jahr 2016 durch die Stadtvertreter. In den folgenden Jahren zogen die Bewohner nach und nach aus, und das Gebäude wurde komplett entkernt. Heute fehlen Türen, und an den Wänden hängen nur noch vereinzelt Tapetenreste.
Für den Rückbau hat die Neuwoges eine Berliner Spezialfirma beauftragt. Pro Etage sind zunächst vier Wochen für den Abriss eingeplant. Platte für Platte soll das Hochhaus in den kommenden Monaten entfernt werden. Bis August soll das Gebäude vollständig verschwunden sein, und bis Dezember soll das Grundstück für die Wiederbebauung vorbereitet werden.
Neue Nutzung ab 2028
Auf dem freiwerdenden Grundstück ist ein Neubau geplant. Ab 2028 soll dort ein modernes Wohn- und Geschäftshaus entstehen, das das Stadtbild von Neubrandenburg nachhaltig verändern wird. Dieser Schritt markiert das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen städtebaulichen Entwicklung in der Innenstadt.
Die Entfernung des DDR-Hochhauses ist somit nicht nur ein technischer Vorgang, sondern auch ein symbolischer Akt der Stadterneuerung. Die Bürger von Neubrandenburg können gespannt sein, wie sich ihr Stadtzentrum in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.



