Eisleben/MZ – Der Streit um Fahrzeuge im Wiesenfestumzug hatte im vergangenen Jahr hohe Wellen geschlagen. Aus Sicherheitsgründen verhängte die Stadtverwaltung ein Fahrzeugverbot, was den Stadtrat zum geschlossenen Protest und Boykott des Umzugs veranlasste. Nun legt die Stadt einen Kompromiss vor, der die Gemüter beruhigen soll.
Hintergrund des Konflikts
Im Jahr 2025 untersagte die Eisleber Stadtverwaltung erstmals die Teilnahme von Fahrzeugen am traditionellen Wiesenfestumzug. Die Begründung: Sicherheitsbedenken. Diese Entscheidung stieß im Stadtrat auf breite Ablehnung. Viele Ratsmitglieder sahen die Tradition des Umzugs gefährdet und boykottierten die Veranstaltung aus Protest. Die Folge war ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Verwaltung und Politik.
Der vorgelegte Kompromiss
Die neue Regelung sieht vor, dass künftig wieder Fahrzeuge am Umzug teilnehmen dürfen, jedoch unter strengen Auflagen. So müssen alle Fahrzeuge eine technische Prüfung bestehen und eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h einhalten. Zudem ist die Anzahl der Fahrzeuge begrenzt, und sie müssen von geschultem Personal begleitet werden. Handwagen und Minitraktoren bleiben weiterhin erlaubt, um die Tradition zu wahren.
Die Stadtverwaltung betont, dass die Sicherheit weiterhin oberste Priorität habe. Der Kompromiss sei das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen allen Beteiligten. Stadtrat und Verwaltung hoffen nun auf eine einvernehmliche Lösung, die den Wiesenfestumzug für alle Beteiligten attraktiv und sicher macht.
Der nächste Wiesenfestumzug findet im August statt. Die Organisatoren rechnen mit einer hohen Beteiligung, da viele Vereine und Gruppen ihre Teilnahme bereits zugesagt haben. Die Stadt wird die Umsetzung der neuen Regeln genau beobachten und gegebenenfalls nachjustieren.



