Nachbarschaftsregale in Rostock: Fünftes Regal in Groß Klein eröffnet
Nachbarschaftsregale: Fünftes Regal in Groß Klein

Neues Nachbarschaftsregal in Groß Klein eröffnet

In der Hansestadt Rostock wächst das Netz von Nachbarschaftsregalen weiter. Am Tag der Nachbarschaft, dem 13. Mai, wurde das fünfte Regal im Stadtteil Groß Klein auf dem Gelände des Horts „Groß und Klein“ im Taklerring 45 eröffnet. Initiiert wurde das Projekt von Kristina Koebe vom Rostocker Verein Stadtgespräche, die sich zum Ziel gesetzt hat, in jedem Stadtteil ein solches Regal zu etablieren.

Teilen statt Wegwerfen: Die Idee dahinter

Der Grundgedanke der Nachbarschaftsregale ist einfach: Kleidung, Spielsachen, Gebrauchsgegenstände und Hygieneprodukte, die nicht mehr benötigt werden, können hier abgegeben und von anderen kostenlos mitgenommen werden. So wird direkte Hilfe von Mensch zu Mensch ermöglicht, ohne bürokratische Hürden oder Anträge. Entstanden ist die Idee während der Corona-Pandemie, als der Wunsch wuchs, Menschen in finanziell schwierigen Lebenslagen unkompliziert zu unterstützen. Aus ersten, an Zäune gehängten Tüten entwickelte sich bald ein festes Regal an den Wallanlagen, das heute noch besteht.

Kooperation und Finanzierung

Das neue Regal in Groß Klein wurde durch eine Kooperation zwischen der AWO Rostock, der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) und dem Verein Stadtgespräche ermöglicht. Finanzielle Unterstützung kam von der Ehrenamtsstiftung MV, dem Kunst- und Medienzentrum Frieda 23, der AWO und dem Stadtgespräche-Verein. Gebaut wurde das Regal von den Lehrlingen der RSAG unter der Leitung ihres Ausbilders Nils Johannsen.

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Ersatz für zerstörtes Regal

Bereits 2024 war auf dem Gelände der Frieda 23 in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ein Nachbarschaftsregal eingeweiht worden. Dieses fiel jedoch Ende 2025 einem Brandanschlag zum Opfer. Die Frieda hatte 400 Euro für den Wiederaufbau gesammelt, die nun in das neue Regal in Groß Klein geflossen sind. „Dieses Geld ist jetzt dankenswerterweise in das neue Nachbarschaftsregal in Groß Klein geflossen“, sagt Kristina Koebe.

Netzwerk wächst

Neben dem Regal in den Wallanlagen gibt es inzwischen weitere Standorte: ein Hol-und-Bringe-Regal am Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ) in der Südstadt, eines auf dem Gelände der St. Thomas-Gemeinde in Lichtenhagen, eines am SBZ Evershagen und eines vor dem Wossidlo-Club in Schmarl. „Damit ist inzwischen tatsächlich schon ein Netzwerk entstanden, das verschiedene Teile von Rostock miteinander verbindet“, freut sich Koebe. Sie hofft auf weiteres Wachstum in den Nordwesten und Nordosten der Stadt. Weitere Regale sind in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und in Reutershagen gewünscht, aber es gibt noch keine konkreten Pläne. „Offiziell wünschen wir uns erstmal, dass die Regale an den bestehenden Standorten weiter so gut funktionieren“, betont sie.

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