Meinung: Abgabe auf Zucker – Limonade und andere Softdrinks werden teurer. Endlich!
Ein Kommentar von Markus Deggerich. Union und angeschlossene Lobbygruppen haben sich lange gegen eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke gewehrt. Jetzt sieht es so aus, als werde die Vernunft siegen. Ab dem 28. April 2026 werden Softdrinks teurer – und das ist gut so.
Hintergrund der Zuckerabgabe
Die Einführung einer Zuckersteuer auf Limonaden und andere süße Getränke war lange umstritten. Wirtschaftsverbände und Teile der Union blockierten das Vorhaben jahrelang. Doch die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum sind unübersehbar: Fettleibigkeit, Diabetes und Karies nehmen zu, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die Abgabe soll nun einen Anreiz schaffen, weniger Zucker zu konsumieren.
Positive Effekte erwartet
Experten erwarten, dass die Abgabe zu einer Reduzierung des Zuckerkonsums führt. In anderen Ländern wie Großbritannien oder Mexiko haben ähnliche Steuern bereits Wirkung gezeigt. Die Getränkehersteller sind gefordert, ihre Rezepturen anzupassen und zuckerärmere Alternativen anzubieten. Das kommt der gesamten Bevölkerung zugute.
Kritiker bemängeln, dass die Abgabe vor allem ärmere Haushalte belaste. Doch genau diese Gruppen leiden besonders unter den Folgen von Zucker. Die Abgabe ist daher ein wichtiges Instrument der Prävention. Die Einnahmen könnten in Gesundheitsprogramme fließen.
Fazit
Die Zuckerabgabe ist ein längst überfälliger Schritt. Sie schützt die Gesundheit und entlastet das Gesundheitssystem. Dass sich die Vernunft gegen mächtige Lobbyinteressen durchgesetzt hat, ist ein Erfolg für die Allgemeinheit. Endlich wird gehandelt – nicht nur geredet.



