7 typische Airfryer-Fehler und wie Sie sie vermeiden
Viele Nutzer von Heißluftfritteusen machen unbewusst kleine Bedienfehler, die nicht nur den gewünschten Crunch-Effekt vermissen lassen, sondern sogar zu Gesundheitsrisiken führen können. Die Deutsche Presse-Agentur hat mit Ernährungsexperten gesprochen und die häufigsten Stolpersteine beim Luft-Brutzeln mit dem Airfryer zusammengestellt – inklusive praktischer Lösungen für perfekte Ergebnisse.
1. Den Korb zu voll füllen
Entgegen der Bezeichnung „Heißluftfritteuse“ frittieren Airfryer nicht, sondern arbeiten mit zirkulierender Heißluft im Garraum. Elisabeth van Thiel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, warnt: „Ist der Korb zu voll beladen, kann die Luft nicht mehr effektiv verteilt werden, was zu ungleich gegarten Lebensmitteln und zu einem weniger knusprigen Ergebnis führt.“ Kochbuch-Autor Christian Henze empfiehlt, den Garkorb maximal bis zur Hälfte zu füllen. Ein weiterer Profi-Tipp: Zwischendurch den Garkorb am Griff kurz herausziehen und schütteln, um die Zutaten zu wenden.
2. Zu nasse Lebensmittel im Korb
Lebensmittel, die in einem feuchten Teig paniert werden sollen, eignen sich laut Verbraucherschützerin van Thiel nicht optimal für die Zubereitung im Airfryer. „Der Teig kann durch die Löcher tropfen und diese verstopfen. Auch Gemüse mit einem hohen Wasseranteil wird eher matschig, weil das Wasser austritt und das Gemüse darin gart, anstatt tatsächlich gebacken zu werden.“
3. Backpapier unter dem oder im Garkorb verwenden
Elisabeth van Thiel erklärt: „Backpapier kann verwendet werden, allerdings sind die meisten Geräte antihaftbeschichtet, so dass eigentlich kein Backpapier notwendig ist.“ Das Backpapier könne die Luftzirkulation stören, wodurch die Lebensmittel im Ergebnis weniger knusprig sein können. Wer dennoch Backpapier verwenden möchte, sollte es immer nur zusammen mit Lebensmitteln in den Airfryer geben. „Ansonsten kann das Backpapier nach oben wirbeln und durch Kontakt mit den Heizelementen anfangen, zu brennen. Daher sollte man bei Verwendung von Backpapier auf das Vorheizen verzichten oder dieses erst danach in den Korb legen“, so die Ernährungsexpertin.
4. Alufolie im Garkorb
Bei Alufolie im Airfryer verhält es sich ähnlich wie beim Backpapier. Auch hier kann die Luftzirkulation gestört werden, wodurch die Lebensmittel weniger knusprig werden. Zudem besteht laut van Thiel bei Kontakt mit den Heizelementen die Gefahr, dass die Folie anfängt zu brennen. Unabhängig davon erinnert die Ernährungsexpertin daran, dass Alufolie grundsätzlich nicht zusammen mit salzigen, sauren oder sauer-salzig eingelegten Lebensmitteln verwendet werden sollte. „Durch Salz oder Säure wird Aluminium aus der Folie gelöst, geht ins Lebensmittel über und wird mitgegessen“, warnt die Verbraucherschützerin. Beliebt seien Rezepte mit Tomaten und Feta in Alufolie, die sich dafür aber nicht eignen.
5. Stärkehaltiges Essen goldgelb statt dunkelbraun garen
Bei der Zubereitung von stärkehaltigen Lebensmitteln wie Pommes, Fischstäbchen oder Aufbackbrötchen gilt für Elisabeth van Thiel der Grundsatz „Vergolden statt verkohlen“. „Denn wie im Backofen kann sich auch im Airfryer ab 120 Grad der Schadstoff Acrylamid bilden. Generell sollten kohlenhydratreiche Lebensmittel nur so lange wie nötig und so niedrig wie möglich erhitzt werden“, empfiehlt die Verbraucherschützerin.
6. Körbe zu selten von Fettresten befreien
„Wird der Airfryer nicht regelmäßig von altem Fett gereinigt, können durch das mehrfache Aufheizen des Fetts ungesunde trans-Fettsäuren entstehen“, warnt van Thiel. Beim klassischen Frittieren in heißem Fett sei das Risiko für die Bildung von trans-Fettsäuren zwar höher, trotzdem gilt: „Den Garraum nach jedem Gebrauch reinigen.“ Überreste von Lebensmitteln und altem Fett haben noch eine weitere Kehrseite: Sie können sich einbrennen und zu Rauchbildung führen sowie das Material beschädigen.
7. Kerntemperatur bei Geflügel und Hack nicht checken
Generell gilt: Fleisch sollte immer gut durchgegart werden und eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad für zwei Minuten erreichen. Nicht jeder nutzt ein Fleischthermometer in der heimischen Küche. „Wer das nicht mit einem Thermometer prüfen kann, sollte schauen, dass der austretende Fleischsaft klar ist und sich bei Geflügel das Fleisch leicht von den Knochen ablösen lässt“, erklärt Elisabeth van Thiel als Zeichen für einen ausreichenden Garpunkt.
Mit diesen sieben Tipps können Airfryer-Nutzer nicht nur knusprigere Ergebnisse erzielen, sondern auch potenzielle Gesundheitsrisiken minimieren und die Lebensdauer ihres Küchengeräts verlängern.



