Die Benzin- und Dieselpreise an den Tankstellen in Dessau-Roßlau erleben derzeit eine extreme Berg- und Talfahrt. Seit dem 1. Mai gilt in Deutschland ein Tankrabatt, der die Verbraucher angesichts der stark gestiegenen Preise infolge des Iran-Krieges entlasten soll. Die Steuersenkung beträgt 16,7 Cent pro Liter.
Preisspitze am Donnerstag
Besonders deutlich wurde die Preisspirale am Donnerstag, dem 30. April, als die Preise noch einmal kräftig nach oben gedreht wurden. Seit kurzem dürfen die Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr angehoben werden. So stieg der Preis für einen Liter Diesel bei Aral in Dessau auf rund 2,41 Euro, während Superbenzin 2,36 Euro kostete.
Sturzflug am Freitag
Am Freitag, dem 1. Mai, zeigte sich ein völlig anderes Bild. Der Preisabschwung im Vergleich zum Vortag war erheblich. Nach 12 Uhr verlangte Aral für Diesel nur noch 2,06 Euro und für Super 2,03 Euro. Das entspricht einem Rückgang von über 30 Cent pro Liter. Der Tankrabatt, der die Energiesteuer auf Kraftstoffe bis zum 30. Juni auf das EU-Mindestmaß reduziert, ist befristet.
Verzögerung beim Tankrabatt
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller erklärte, dass der Rabatt vermutlich nicht sofort am 1. Mai an den Zapfsäulen ankomme. „Wir rechnen mit bis zu vier Tagen Verzögerung“, so Müller. Grund dafür sei, dass die Energiesteuer bereits bei der Verarbeitung des Öls anfalle. Folglich müsse das bereits in Tanklagern und Tanklastern verarbeitete Benzin und Diesel zunächst nach der alten Steuerregel verkauft werden.
Müller schlug vor, den Rabatt um drei bis vier Tage zu verlängern, damit er bis in den Start der Urlaubssaison Anfang Juli hineinwirke. „Davon können Millionen Autofahrer im Urlaub profitieren“, ist er überzeugt. Die Verbraucher in Dessau-Roßlau können also in den kommenden Tagen mit weiteren Preissenkungen rechnen, auch wenn die aktuellen Schwankungen für Verunsicherung sorgen.



