Betretbare Bodendecker: Die pflegeleichte Alternative zum Rasen
Duftende, blühfreudige Bodendecker sind nicht nur eine Augenweide, sondern schützen den Gartenboden zuverlässig vor Austrocknung und Erosion. Innerhalb kurzer Zeit wachsen sie zu dichten, weichen und dennoch trittfesten Teppichen heran. Selbst an trockenen, schattigen oder feuchten Standorten überzeugen sie und bieten eine pflegeleichte, attraktive Alternative zum klassischen Rasen.
Polster-Thymian: Urlaubsduft für den Garten
Der krautige Mittelmeer-Duft des Polster-Thymians weckt sofort Urlaubserinnerungen. Thymian riecht markant und eignet sich hervorragend als Rasenersatz, wie myHOMEBOOK berichtet. Die kriechenden Zwergformen, bekannt als Thymus praecox, werden nur drei bis fünf Zentimeter hoch. Sie bilden schnell dichte Polster mit einem Blütenmeer in Rot, Violett oder Weiß. Der Blütennektar dient vielen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Thymian ist robust: Trockenheit und Hitze machen der Staude kaum zu schaffen. Meist benötigt sie weder zusätzliches Wasser noch Dünger. Am besten gedeiht sie an sonnigen und trockenen Standorten, verträgt aber auch Halbschatten.
Fiederpolster: Trittfest und immergrün
Das Fiederpolster (Cotula dioica) blüht weniger üppig, überzeugt dafür mit immergrünen, saftigen Blättern. Selbst schwere Tritte schaden kaum. Wer barfuß darüberläuft, spürt ein leichtes Kitzeln. Danach richten sich die farnartigen Blätter von selbst wieder auf und bilden einen dichten, mattgrünen Teppich. Die Staude fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen wohl. Hitze verträgt sie gut, ebenso Kälte bis minus 25 Grad Celsius. Harte Wintersonne kann jedoch schaden – Vlies und Laub schützen dann. Gepflanzt wird im Frühjahr in nährstoffreiche Erde, mit etwas reifem Kompost im Pflanzloch. Ein Abstand von 20 bis 30 Zentimetern ist ideal.
Stachelnüsschen: Hingucker mit Fruchtschmuck
Der Name klingt wehrhaft, doch das Stachelnüsschen schmeichelt den Füßen. Mehrere Sorten bestechen mit dekorativem Fruchtschmuck und Laub. Acaena magellanica trägt blau-graue Blätter, die Sorte „Kupferteppich“ leuchtet braun-rot. Im Herbst zeigt das Stachelnüsschen seinen schönen Fruchtschmuck. Das Rosengewächs ist pflegeleicht und übersteht Trockenphasen gut. An sonnigen bis halbschattigen Standorten wächst es besonders gut. Düngung und Schnitt sollten jedoch beachtet werden.
Teppichverbene: Extrem robust und trittfest
Die Teppichverbene (Phyla nodiflora) ist so trittfest, dass man darauf sogar Fußball spielen kann. Besonders die Züchtung „Summer Pearls“ gilt als äußerst belastbar. Die zarten Blüten leuchten den gesamten Gartensommer in Weiß oder Rosa. Die Pflanze wird nur drei Zentimeter hoch. Pro Quadratmeter setzt man fünf oder sechs Pflanzen. Wo sie wächst, entfällt das Rasenmähen vollständig. „Summer Pearls“ stammt aus Japan und ist pflegeleicht sowie hitzeresistent. Selbst anhaltende Nässe oder Schädlingsbefall machen ihr kaum etwas aus. Frost verträgt sie jedoch nicht gut. Teppichverbene wächst schnell und bedeckt Flächen in wenigen Wochen – eine Wurzelsperre kann das Ausbreiten begrenzen.



