EU-Regel gegen Greenwashing: Millionen Produkte droht Vernichtung
EU-Regel gegen Greenwashing: Millionen Produkte in Gefahr

Die Europäische Union hat erneut für Aufsehen gesorgt: Mit neuen, strengen Richtlinien will Brüssel ab Herbst 2026 verhindern, dass Unternehmen ihre Produkte durch Begriffe wie „öko“, „grün“ oder „nachhaltig“ aufwerten, ohne dass diese tatsächlich den entsprechenden Umweltstandards entsprechen. Doch die Regelung könnte ungewollte Folgen haben: Millionen von einwandfreien Alltagsprodukten wie Nudeln, Kaffee oder Shampoo drohen vernichtet zu werden, weil ihre Verpackungen nicht den neuen Anforderungen genügen.

Ein Bürokratie-Monster mit verheerenden Auswirkungen

Die Idee hinter der Regelung ist grundsätzlich löblich: Verbraucher sollen vor irreführenden Umweltversprechen geschützt werden. Allerdings schießt die EU mit der geplanten Umsetzung weit übers Ziel hinaus. Denn Produkte, die bereits vor dem Stichtag rechtmäßig hergestellt wurden, aber deren Verpackungen noch alte Begriffe wie „öko“ oder „grün“ tragen, dürfen nicht mehr verkauft werden. Ein Umetikettieren ist meist nicht möglich, da dies die Verpackung beschädigen oder bei Verbrauchern Misstrauen wecken würde. Die Folge: Die Produkte müssten entsorgt werden – eine ökologische und wirtschaftliche Katastrophe.

Ein Aufruf zur Vernunft

Bleibt zu hoffen, dass die EU-Kommission noch ein Einsehen hat und großzügige Übergangsfristen gewährt. Andernfalls wäre die neue Regelung nicht nur kontraproduktiv, sondern geradezu absurd: Sie würde zu einer Verschwendung von Ressourcen führen, die sie eigentlich schützen will. Die betroffenen Unternehmen benötigen dringend Klarheit und Zeit, um ihre Verpackungen anzupassen. Andernfalls sollte die Verordnung dorthin wandern, wo die Produkte laut den Brüsseler Bürokraten auch hin sollen: in die Tonne.

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