Die Polizei in Waren (Müritz) hat die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr in den Fokus genommen. Vor der Kita „Weinbergschnecken“ führten die Beamten unangekündigte Kontrollen durch, unterstützt von der Verkehrswacht Müritz. Geprüft wurde, ob die Kleinen in Autos und auf Fahrrädern vorschriftsmäßig gesichert sind.
Positive Bilanz der Kontrolle
Das Ergebnis der Aktion war erfreulich: Bis auf einige Hinweise, dass ältere Kindersitzmodelle ausgetauscht werden sollten, gab es keine Beanstandungen. Polizeihauptkommissar Ingo Volstorf und sein Team konnten den Eltern lediglich Empfehlungen aussprechen. Anne-Marie Rausch, die ihren zweijährigen Sohn Hendrik brachte, begrüßte die Kontrolle ausdrücklich. „Ich halte es für gut, dass das hier stattfindet“, sagte die Warenerin. Auch die Kita-Leiterin Kirstin Krafzik bezeichnete die Sicherheit von Kindern im Verkehr als „ganz wichtiges Anliegen“.
Elterntaxis bleiben problematisch
Trotz des positiven Ergebnisses betont die Polizei, dass das Phänomen „Elterntaxi“ weiterhin ein Problem vor Schulen und Kitas darstellt. Claudia Berndt, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, appelliert an Eltern, nicht auf den letzten Drücker loszufahren und Schulwege gemeinsam zu üben. „Es kommt tatsächlich immer wieder vor, dass wir Eltern erwischen, die ihre Kinder nicht anschnallen“, so Berndt.
Unfallstatistik unterstreicht Gefahr
Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt die Risiken: Im Vorjahr gab es in der Mecklenburgischen Seenplatte zwölf Unfälle, bei denen Insassen nicht angeschnallt waren. Zwei Menschen starben, elf wurden schwer und sieben leicht verletzt. Im laufenden Jahr gab es bereits drei Verkehrstote im Landkreis, davon in zwei Fällen nicht angeschnallte Insassen. Die Polizei wird daher auch künftig die Sicherung von Kindern im Verkehr kontrollieren.



