Vatertagskolumne: Warum Papa jetzt Fahrradhelm trägt
Vatertag: Warum Papa jetzt Fahrradhelm trägt

Ich habe gerade eine der schwierigsten Entscheidungen im Leben eines Mannes getroffen: Ich werde jetzt einen Fahrradhelm tragen. Ja, das ist ungefähr so cool wie die Ankündigung, diesen Sommer beigefarbene Socken zur Sandale anzuziehen. Die Zahlen sprechen auch nicht gerade für mich. Nur 34 Prozent der Deutschen tragen regelmäßig einen Kopfschutz. Das ist nicht viel. Andererseits: Für so eine Prozentzahl würde die SPD den Klingbeil in den Wind schießen.

Warum Fahrradhelme als uncool gelten

Es ist mir ja auch völlig rätselhaft, warum Fahrradhelme als so uncool gelten. Motorradhelme sind irgendwie schneidig, Skateboardhelme auch, sogar Bauarbeiterhelme – und nicht zuletzt der Helm von Darth Vader. Okay, vielleicht ist es ein kleiner Unterschied, ob man die Geißel der Galaxis ist oder mit einem Hollandrad vor der Kita parkt.

Die Kinder waren die treibende Kraft

Ich gestehe: Ich hatte bereits jahrelang einen Helm – war aber irgendwie davon ausgegangen, dass er mich auch schützt, wenn er im Schrank liegt. Die Kinder haben mich dann umgestimmt. Kinder tragen Fahrradhelme ganz selbstverständlich. Unsere Tochter bekam immer großes Lob für ihren. Dennoch weigere ich mich, einen Helm zu tragen, der hellblau-pink ist und auf dem „Rebel Kidz“ steht. Jetzt bin ich aber unter dem Druck zusammengebrochen. Sie haben halt jahrelang genörgelt: „Papa, warum trägst DUUU eigentlich keinen Helm?“

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Die Angst um die Frisur

Tja, mein alter Helm hat mir immer komische Muster in die Schädeldecke gedrückt. Die Frisur war mir dabei schon relativ egal. Vielen anderen Menschen übrigens nicht. Ein Fünftel der Helm-Verweigerer hat schlicht Angst um die Haarpracht. Klar, wenn man von einem Lkw überrollt wird, soll wenigstens die Frisur sitzen.

Mein neuer Helm – schlicht und bequem

Mein neuer Helm ist schlicht, schwarz und passt so gut, dass er keine bleibenden Schäden an der Frisur hinterlässt. Nur ein paar dezente rote Streifen auf der Stirn. Und wenn mich jemand fragt, was das denn ist, sage ich einfach: „Lange Geschichte. Hat mit Lars Klingbeil und Darth Vader zu tun.“

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