YouTuber nach Fake-Maskottchen-Aktion bei EM zu Geldstrafe verurteilt
YouTuber zu Geldstrafe wegen Fake-Maskottchen bei EM

München – Wegen seiner Aktion beim EM-Eröffnungsspiel in München muss YouTuber Marvin Wildhage eine saftige Geldstrafe zahlen. Das Amtsgericht München verurteilte den 30-Jährigen zu 60 Tagessätzen à 150 Euro, also insgesamt 9.000 Euro. Zudem werden 5.400 Euro aus seinen Videoeinnahmen eingezogen. Der Webvideoproduzent hatte sich als falsches Maskottchen verkleidet und mit gefälschten Akkreditierungen bis zum Spielfeldrand geschmuggelt.

Urteil: Schuldig der Urkundenfälschung

Die Richterin sah es als erwiesen an, dass Wildhage sich der Urkundenfälschung und des Erschleichens von Leistungen schuldig gemacht habe. Sie folgte damit der Forderung des Staatsanwalts. Die Verteidigerin hingegen hatte auf Freispruch plädiert und argumentiert, Wildhage habe mit seinem Einsatz die Sicherheitslücken bei der Europameisterschaft aufgedeckt und sich somit um die Sicherheit verdient gemacht.

Wildhage: „Investigativer Journalismus“

Der YouTuber selbst verteidigte seine Aktion bereits zu Prozessbeginn als investigativen Journalismus. „Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen“, erklärte er vor Gericht. Seine Videos seien zwar ein ungewöhnliches Format, aber dennoch investigativer Journalismus. Der ausgebildete Journalist hatte im Juni 2024 mithilfe eines nachgeahmten Maskottchen-Kostüms und gefälschter Akkreditierungen unberechtigt den Innenraum des Münchner Stadions betreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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