AfD plant im Fall einer Regierung umfassende Neubesetzungen im öffentlichen Dienst
Die rechtsextreme AfD in Sachsen-Anhalt bereitet sich auf eine mögliche Regierungsübernahme vor. Nach einem Sieg bei der Landtagswahl im September könnte ein erheblicher Teil des Beamtenapparats ausgetauscht werden. Die Partei kalkuliert mit Neubesetzungen in dreistelliger Höhe, wie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) mitteilte.
Konkrete Zahlen: 150 bis 200 Stellen
„Hier scheint eine Zahl von 150 bis 200 Stellen realistisch“, sagte Siegmund. Damit würden zahlreiche Positionen in Landesbehörden und Verwaltungen neu besetzt. Die Pläne zielen darauf ab, die Verwaltung nach den Vorstellungen der Partei umzugestalten.
Hintergrund der geplanten Neubesetzungen
Die AfD sieht in der aktuellen Beamtenschaft ein Hindernis für ihre politischen Ziele. Mit einer Neuausrichtung der Führungsebenen will die Partei ihre Agenda durchsetzen. Kritiker warnen vor einer Politisierung der Verwaltung und einem Verlust von Fachkompetenz.
Reaktionen auf die Ankündigung
Oppositionsparteien und Gewerkschaften reagierten alarmiert. Sie befürchten eine Unterwanderung des öffentlichen Dienstes und eine Schwächung rechtsstaatlicher Prinzipien. Die Landesregierung äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Plänen.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet im September 2026 statt. Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei etwa 25 Prozent, womit eine Regierungsbeteiligung möglich wäre.



