35 Jahre Anklamer Budo-Verein: Tradition trifft auf visionäre Zukunftspläne
35 Jahre Anklamer Budo-Verein: Tradition und Zukunft

35 Jahre Anklamer Budo-Verein: Eine Erfolgsgeschichte zwischen Tradition und Vision

Seit 35 Jahren prägt der Budo-Verein das sportliche Leben der Peenestadt Anklam. Geprägt von starken Werten, beeindruckenden Erfolgen und großen Zukunftsplänen, blickt der Verein auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Was im Oktober 1990 mit einer Taekwondo-Vorführung von Stephan Schröder in der Turnhalle des Anklamer Lilienthal-Gymnasiums begann, ist zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte geworden – getragen von Leidenschaft, Disziplin und einer starken Gemeinschaft. Der Anklamer Budo-Verein, der am 2. April 1991 offiziell gegründet wurde, feiert in diesen Tagen sein 35-jähriges Bestehen.

Jubiläumsempfang im Hotel Pommernland

Bevor das Jubiläum am 11. April in großer Runde gefeiert wird, trafen sich Mitglieder, Trainer und langjährige Wegbegleiter am Freitagabend zu einem festlichen Empfang im Hotel Pommernland. In gemütlicher Atmosphäre wurde nicht nur auf die Anfänge und viele prägende Momente zurückgeblickt, sondern auch das aktuelle Vereinsgeschehen beleuchtet und über große Zukunftspläne gesprochen. Auch Anklams Bürgermeister Michael Galander nahm an der Veranstaltung teil und würdigte das jahrzehntelange herausragende Engagement des Vereins. In seiner Eröffnungsrede schlug Vereinschef Jens-Uwe Heiden eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und richtete zugleich den Blick in die Zukunft.

Fünf Grundwerte als Vereinsphilosophie

Im Mittelpunkt stehen die fünf Grundwerte: Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwinglichkeit. Diese Werte werden im Training täglich gelebt und wirken weit über die Sporthalle hinaus. „Wir verlieren nicht. Wir gewinnen oder wir lernen“, sagte der Vorsitzende und traf damit den Kern der Vereinsphilosophie. Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit, gesellschaftlichen Spannungen und einem rasanten Wandel geprägt ist, gewinnen diese Werte eine besondere Bedeutung. Digitale Medien, ständiger Vergleich und wachsender Druck beeinflussen vor allem junge Menschen. Hier setzt der Verein bewusst einen Gegenpol: Höflichkeit fördert den respektvollen Umgang, Integrität steht für Haltung und Verlässlichkeit, Durchhaltevermögen hilft, auch in schwierigen Phasen nicht aufzugeben. Selbstdisziplin stärkt die Fähigkeit zur Fokussierung und Unbezwinglichkeit gibt die innere Kraft, Rückschläge als Teil des Lernprozesses anzunehmen. Diese Werte tragen – in der Schule, im Beruf und im Leben.

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Ort ganzheitlicher Entwicklung

Der Anklamer Budo-Verein versteht sich dabei nicht nur als Sportgemeinschaft, sondern als Ort ganzheitlicher Entwicklung. Durch kontinuierliches Training wachsen Kinder und Jugendliche zu starken Persönlichkeiten heran: körperlich gesund, mental gefestigt und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ob auf dem Weg zum Schwarzgurt, als Trainer oder Wettkämpfer: Früh werden Selbstständigkeit, Führungsstärke und Verlässlichkeit gefördert. Eigenschaften, die weit über den Sport hinaus wirken und die Gesellschaft nachhaltig stärken.

Beeindruckende Bilanz und Ehrungen

Der Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt eindrucksvoll, was aus den ersten Anfängen entstanden ist. Bereits in den 1990er Jahren entwickelte sich der Verein rasant: Trainer-Ausbildungen, Kampfrichter-Lehrgänge und erste Teilnahmen an Meisterschaften folgten schnell. 1996 legten mit Daniel Witte und Jens-Uwe Heiden die ersten Anklamer Sportler erfolgreich ihre Dan-Prüfung ab. Heute kann der Verein auf eine beeindruckende Bilanz blicken: 32 Schwarzgurte sind aus seinen Reihen hervorgegangen. Jens-Uwe Heiden trägt den 7. Dan, Christine Jeske und Theo Balz den 6. Dan. Darüber hinaus wurde Heiden zum Ehrenpräsidenten der Taekwondo Union Mecklenburg-Vorpommern ernannt. Zahlreiche Auszeichnungen durch die Stadt Anklam sowie den Landes- und Kreissportbund würdigen das jahrzehntelange Engagement. Zwei weitere Ehrungen kamen am Freitagabend hinzu: Silvana Güldenpenning und Georg Reddemann wurden mit der KSB-Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.

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Emotionale Ehrung und visionäre Zukunftspläne

Ein besonders emotionaler Moment des Jubiläumsempfangs war die Ehrung von Stephan Schröder. Als Gründervater, langjähriger Unterstützer und Mäzen des Vereins wurde ihm eine außergewöhnliche Anerkennung zuteil: Jens-Uwe Heiden überreichte ihm ehrenhalber den 2. Dan der Deutschen Taekwondo Union. In seinen Dankesworten blickte Schröder nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn. Mit spürbarer Leidenschaft sprach er über ein Projekt, das ihm besonders am Herzen liegt: ein eigenes Zuhause für den Verein. „Ein modernes Trainingszentrum, das weit mehr sein soll als eine Sportstätte – ein Ort der Begegnung, der Entwicklung und der Gemeinschaft. Eine Wettkampfstätte, ein Jugendclub, ein Zentrum für Wertevermittlung“, machte Schröder deutlich. In Anlehnung an das „Kukkiwon“ in Südkorea, den weltweiten Hauptsitz des Taekwondo, soll in Anklam ein eigenes „Kukkipom“ entstehen – ein Ort, der die Philosophie des Sports verkörpert und zugleich Raum für die Zukunft schafft. Mit Hilfe von Fördermitteln und der finanziellen Unterstützung Schröders scheint dieser Traum in greifbare Nähe zu rücken. Ein weiterer wichtiger Schritt steht bereits bevor: Mithilfe von Fördermitteln werden die Kampfsportler aus der Peenestadt elektronische Westen anschaffen. Damit sollen Training und Wettkampf noch präziser und fairer gestaltet werden.

Würdigung durch die Stadt

Bürgermeister Michael Galander würdigte in seinen Worten das außergewöhnliche Engagement der Verantwortlichen und Trainer. Der Verein sei ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Anklam und ein Ort, an dem Werte gelebt und weitergegeben werden. Der Anklamer Budo-Verein steht somit nicht nur für sportliche Erfolge, sondern auch für eine tief verwurzelte Gemeinschaft und eine visionäre Zukunft.