Ein eigenes Symbol für den Feuerwehrnachwuchs in Schwartow
Im Boizenburger Ortsteil Schwartow erlebte die Jugendfeuerwehr einen besonderen Moment, als ihr erstmals ein eigener Wimpel feierlich übergeben wurde. Was ursprünglich als reine Informationsveranstaltung geplant war, entwickelte sich zu einem bedeutenden Ereignis für die jungen Brandschützer. Die Übergabe fand im Rahmen einer kurzfristig angesetzten Versammlung statt und markiert einen wichtigen Schritt in der Identitätsbildung der Nachwuchsorganisation.
Mehr als nur Stoff: Der Wimpel als Zeichen der Verbundenheit
Für die Jugendfeuerwehr Schwartow stellt der neue Wimpel weit mehr dar als ein einfaches Stück Stoff. Er fungiert als starkes Symbol der Verbundenheit und Zugehörigkeit, das nach außen sichtbar macht, wer die Gruppe ist und wofür sie steht. Der Wimpel trägt den Schriftzug der Jugendfeuerwehr Schwartow sowie das Stadtwappen, wodurch er Identität und Zusammenhalt ausdrückt. „Der Wimpel macht nach außen sichtbar, wer wir sind, und wofür wir stehen“, erklärt Ortswehrführer Kevin Buck und unterstreicht damit die besondere Bedeutung dieses traditionellen Symbols.
Seit vielen Jahrzehnten gehören solche Wimpel zur festen Tradition der Feuerwehren. Bei gemeinsamen Auftritten wie Wettkämpfen oder Einmärschen wird er stets mitgeführt und macht die Einheit als geschlossene Gemeinschaft erkennbar. Diese Tradition wird nun auch von der Jugendfeuerwehr Schwartow fortgeführt und stärkt das Wir-Gefühl unter den jungen Mitgliedern.
Von der Idee zur Realisierung: Ein gemeinsamer Entscheidungsprozess
Die Idee zur Anschaffung eines eigenen Wimpels entstand bereits im vergangenen Jahr. Boizenburgs Bürgermeister Rico Reichelt erinnert sich, dass ihn Konstanze Nölting vom Feuerwehrförderverein beim Kreisjugendausscheid im Sommer 2025 auf den fehlenden Wimpel ansprach. Sie machte die Notwendigkeit für die Kinder- und Jugendfeuerwehr deutlich und setzte damit den Anstoß für das Projekt. „Da war für mich sofort klar, dass wir diesen Wunsch erfüllen müssen, weil die Feuerwehr Schwartow unsere Stadt und den Ortsteil hervorragend repräsentiert und die Jugendlichen sich mit großem Engagement einbringen“, so Reichelt.
Die schnelle Umsetzung zeigt, wie wichtig der Nachwuchs für die Feuerwehr ist und wie sehr die Verantwortlichen die Arbeit der Jugendlichen wertschätzen. Die Entscheidung wurde im Konsens getroffen und unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Förderverein und kommunaler Verwaltung.
Starker Nachwuchs als Fundament für die Zukunft
Die Jugendfeuerwehr in Schwartow zählt derzeit 21 Mitglieder, während sich in der Kinderfeuerwehr 14 Mädchen und Jungen engagieren. Gemeinsam bilden sie die solide Grundlage für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Eine kontinuierliche und engagierte Nachwuchsarbeit ist dabei von entscheidender Bedeutung. „Es ist enorm wichtig, junge Menschen für den freiwilligen Brandschutz zu begeistern“, betont Ortswehrführer Kevin Buck nachdrücklich.
Bürgermeister Rico Reichelt würdigte den Einsatz der Jugendlichen und hob besonders die Verdienste von Konstanze Nölting als Vorsitzende des Fördervereins sowie Jugendwart Denny Nölting hervor. „Ich finde es toll, wie die Eheleute Nölting für die Feuerwehr brennen“, sagte Reichelt anerkennend. Diese persönliche Hingabe und das Engagement aller Beteiligten tragen maßgeblich zum Erfolg der Nachwuchsarbeit bei.
Internationale Präsenz: Mit dem Wimpel nach Finnland
Mit dem neuen Wimpel als sichtbarem Zeichen ihrer Zugehörigkeit reist die Jugendfeuerwehr Schwartow im Sommer zu einem besonderen Höhepunkt: einem internationalen Zeltlager in der Nähe von Turku in Finnland. Dieses Treffen findet nur alle vier Jahre statt und bringt Jugendfeuerwehren aus verschiedenen Ländern zusammen. Die Teilnahme erforderte eine intensive Vorbereitung und bedeutete hohe finanzielle Aufwendungen.
Durch gezielte Spendenakquise und sorgfältige Planung konnten jedoch die Flüge und die gesamte Organisation gesichert werden. Für die Jugendlichen wird diese Reise zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, bei dem sie sich nicht nur innerhalb ihrer Region, sondern auch international präsentieren können. Der Wimpel wird sie dabei als Erkennungszeichen begleiten und ihre Verbundenheit mit der Heimatfeuerwehr auch in der Ferne sichtbar machen.
Die Reise nach Finnland symbolisiert damit nicht nur ein besonderes Abenteuer für die jungen Feuerwehrleute, sondern auch die Anerkennung ihrer Arbeit und die Möglichkeiten, die sich durch Engagement im Ehrenamt eröffnen können.



