Feuerwehr Brüssow öffnet Türen: Bürger erleben Atemschutzausbildung live im Brandcontainer
Feuerwehr Brüssow: Bürger erleben Atemschutzausbildung live

Feuerwehr Brüssow öffnet Türen: Bürger erleben Atemschutzausbildung live im Brandcontainer

Die Freiwillige Feuerwehr Brüssow hat beim Tag der offenen Tür einen besonderen Einblick in ihre Arbeit gewährt. Besucher konnten die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger in einem mobilen Übungsbrandcontainer live verfolgen. Die spektakulären Bilder aus dem Inneren des Containers wurden dabei auf eine große Leinwand übertragen, sodass die Gäste hautnah miterleben konnten, wie die Feuerwehrleute unter extremen Bedingungen trainieren.

Realitätsnahe Ausbildung unter extremen Bedingungen

„Wir führen jedes Jahr eine Ausbildung für unsere Atemschutzgeräteträger in den Feuerwehren des Amtes Brüssow durch“, erklärte Wehrführer Martin Dathe. Für diese Übungen wurde der mobile Brandcontainer „Fire Dragon 9000“ der Firma Dräger aus Lübeck eingesetzt. In diesem Spezialcontainer können nahezu realistische Brände mit echten Flammen simuliert werden, die von den Feuerwehrleuten gelöscht werden müssen.

Der Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung dieser Ausbildung ist jedes Mal beträchtlich. Daher entstand im 130. Jahr der Freiwilligen Feuerwehr Brüssow die Idee, das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden und die Bürger bei einem Tag der offenen Tür an der Ausbildung teilhaben zu lassen. „Mit dem Brandcontainer haben wir die Möglichkeit, die Bilder von drinnen nach draußen zu übertragen“, erläuterte Martin Dathe. „Auf der Leinwand können die Zuschauer verfolgen, wie unsere Kameraden drinnen die Flammen bekämpfen.“

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Beeindruckende Einblicke für die Besucher

Das Konzept ging voll auf. Viele Besucher zeigten sich tief beeindruckt von den gezeigten Szenen. „Es ist schon krass, mal live zu sehen, was unsere Feuerwehrleute leisten, wenn sie das Atemschutzgerät aufsetzen und damit ins Feuer gehen“, sagte Katja Mewes, die Ehefrau eines Maschinisten und eines der Jugendwarte in der Feuerwehr. Auf der Leinwand konnte sie beobachten, wie die Feuerwehrleute durch dichten Rauch vordringen mussten, bei dem die Sicht nahezu null war.

Solche Erfahrungen in der geschützten Umgebung eines Brandcontainers zu sammeln, ist für die Retter von unschätzbarem Wert. Stefan Stangenberg, der seit fast 20 Jahren bei der Amtsfeuerwehr Brüssow aktiv ist, betonte: „Die Sicht ist das Schwierigste. Und seinen Kameraden im Blick zu behalten.“ Der 38-Jährige, der im Pflegedienst arbeitet, hatte in seiner gesamten Dienstzeit noch keinen heißen Einsatz bei einem echten Gebäudebrand.

Training schafft Sicherheit für seltene Einsätze

Tobias Hartwig, der seit dem Jahr 2000 der Ortswehr Bagemühl angehört, bezeichnete die Situation im Brandcontainer als äußerst realitätsnah. „Wir sind keine große Wehr und haben nicht allzu oft Brandeinsätze“, sagte der 42-Jährige, der in seiner Zeit etwa fünfmal im Brandeinsatz war. Die jährliche Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger hält er dennoch für unverzichtbar. „Einsatztaktische Szenarien für solche Situationen durchspielen zu können, gibt mir Sicherheit.“

Vor ihrem Einsatz im Brandcontainer wurden die Atemschutzgeräteträger ausführlich in ihre Aufgaben eingewiesen. Die Kombination aus Technikschau, Musik, Moderation und Verpflegung machte den Tag der offenen Tür zu einem Fest für die ganze Familie. Martin Dathe dankte in diesem Zusammenhang der Verwaltung des Amtes Brüssow sowie den Stadtverordneten, die regelmäßig Haushaltsmittel für diese wichtige Ausbildung bereitstellen.

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